Was ich ziemlich lächerlich bescheuert finde ist, wenn Du mir ständig vorschreiben willst, wie mein Schreibtisch/ mein Emailposteingang etc. auszusehen hat, nur weil ich EIN Fach rechts in der Ablage habe, wo ich zwischendurch auch mal Dinge einfach so schnell reinschmeiße, die noch im Prozess sind während ich gerade auf einer anderen Baustelle beschäftigt bin und wenn Du mir erzählst, es hätte was mit der Qualität der geleisteten Arbeit zu tun, ob die zwei zusammengeheftete Papiere etwa einen halben Zentimeter am Rand überstehen oder nicht,
…ich aber dann in Dein Zimmer schaue und vor lauter Papier und Krimskrams Deine Schreibtischplatte nicht mehr sehen kann.
Mir ist schon klar, dass Menschen immer das kritisieren, was sie an sich selber am meisten stört, aber wir könnten das ja mal wieder auf ein normales Maß zurückschrauben, ja?
Wenn ich für meinen Chef Dokumente ablege, dann steht rechts oben auf dem Dokument nicht, in welchen Ordner das Dokument gehört, sondern in welchen „File„.
Wenn ich für meine Chef eine Kontenübersicht mache, dann ist das keine Kontenübersicht, sondern ein „Dispo Sheet.“
Wenn ich die Ordner für Personalangelegenheiten und Recruiting holen will, dann suche ich nach „Personnel“ auf dem Ordnerrücken.
Und so weiter.
Sorgt zwar bisweilen für Erheiterung bei Frau Ansku, wie affektiert diese Geschäftssprache doch sein kann selbst wenn man nur zu zweit und keine englischsprachige Person im Büro angestellt ist, gelegentlich auch für aufgerollte Zehennägel vor lauter Schaudern in meinem kleinen Sprachwissenschaftler- und Sprachpuristenherz über soviel Kauderwelsch-Denglish, aber bisher noch alles verständlich.
Letzte Woche aber wollte ich die Filter des Wasserentkalkers wechseln und suchte verzweifelt nach den Ersatzfiltern. Nicht zu finden. Chef an dem Tag gerade out of office, also fragte ich beim nächsten Telefonat nach, wo denn die Wasserfilter sind.
Chef: „Na, die sind doch da im Zimmer auf dem Highboard. Ich hab sie doch neulich erst dahin gestellt!“
Frau Ansku: „Oh. Hätte ich die sehen müssen? Und was in aller Welt ist ein Highboard? Ach ja, gut, dann such ich die dort. Wunderbar, danke Chef. Einen schönen Tag noch Chef.“
Frau Ansku legt das Telefon auf und überlegt fieberhaft, was denn nun ein Highboard sein könnte und wo in unserem Büro sich ein solches befindet. Schließlich kommt sie zu dem Schluss, dass ein Highboard ein relativ hohes Regal sein muss, vielleicht sogar etwas ähnlich wie ein Sekretär oder ein Stehpult? Auf alle Fälle wohl ziemlich edel, wenn es schon Highboard heißt. In meinm Zimmer steht sowas sicherlich nicht, da steht nur ein billiges Regal mit Büromaterial. Also begibt sich Frau Ansku auf die Suche in das Büro des Chefs, durchkämmt dort sämtliche Regale und findet tatsächlich ein ziemlich hohes, fast schon sekretärähnliches Ding. Aber auch hier keine Wasserfilter.
Letzten Freitag dann, der Chef ist wieder da und erkundigt sich nach den Wasserfilter. Frau Ansku gesteht kleinlaut, dass sie sie nicht gefunden hat.
Chef (leicht genervt): „Aber die müssen doch da sein, in dem Highboard!“ dreht sich um und geht gezielten Schrittes in Frau Anskus Büro, verschwindet hinter der Tür in der Ecke…
Ach so, in dem ollen Billy-Regal für Bürokrams sind die Wasserfilter!!
* Ich frage mich ernsthaft, warum mein Vater und ich in Gemeindschaftsarbeit vorletztes Wochenende dem Vorderrad meines Fahrrades einen neuen Schlauch spendiert haben, wenn es anderthalb Wochen später bloss gleich wieder platt ist.
* Ich frage mich ernsthaft, warum ich an meinem Fahrrad eine Luftpumpe mitführe, wenn ich trotz etlicher Erklärungen und Versuche zu doof bin sie zu benutzen jeder Versuch, das Rad aufzupumpen sowieso in Frustration und einem entnervten „Na gut, dann schieb ich halt!!“ endet. Ich glaube, beim Projekt „Unnötigen Ballast abwerfen“ fang ich als erstes mit der Luftpumpe an.
Wenn ich sehr konzentriert an einer Sache sitze, dann kann es passieren, dass ich zwischendurch plötzlich ohne es selber zu merken, vor mich hin seufze beziehungsweise beim Atmen etwas schnaufe. Soweit so gut.
Wenn ich zum Filmen in der Krippe bin und höchst! konzentriert dabei bin, die Kinder im richtigen Winkel einzufangen, das zu hören, was die Kolleginnen sagen und tun, das Bild nicht zu verwackeln (seeeeeehr seeehr anfällig für sowas!), nicht auszuflippen, wenn zum 23985sten Mal ein Kind an die Kamera will während ich arbeite, meine Augen und Ohren überall zu haben, und ich schaue dann später den Clip an und höre mich wieder und wieder seufzen und schnaufen und zwar directamente in das vor dem Kameramikrofon, dann ist das sehr sehr nörvig und zömlisch peinelisch.
Mann! Ich versuch so sehr das abzustellen, aber es geht nicht.
(Frau Ansku, the trick is to keep breathing! Einatmen! Ausatmen! Einatmen! Ausatmen!)
Wenn man in dieser Woche bereits zwei Tage brav mit dem Rad zur Arbeit gestrampelt ist und am dritten Morgen beschliesst, dass man auch mal mit Bus und U-Bahn fahren könnte, weil erstens dunkle Wolken am Himmel drohen und zweitens die Stadt (und im Besonderen, das Stadtviertel, das ich durchqueren muss, um zur Arbeit nach Giesing zu kommen) im Sommer einer einzigen Baustelle gleicht, so dass der gemütliche Weg zur Arbeit zur Slalomfahrt wird, dann ist auch garantiert genau an diesem Tag wieder irgendwo Chaos pur eine U-Bahn kaputt und man kommt mindestens 40 min. zu spät zur Arbeit.
Wär ich doch mit dem Rad gefahren, es wär alles so einfach gewesen, das bisschen Slalom…
Woran man wirklich merkt, dass man alt ist? Wenn man die „kleine“ Schwester einer Schulkameradin in der U-Bahn trifft, die doch eben noch so klein und süß war und etwas smalltalkt und erfährt, dass die „kleine“ Schwester Medizin studiert und man dann ma so janz lässig von sich gibt „Ach, dann hast Du ja noch einiges vor Dir.“ und die „kleine“ Schwester dann entgegnet: „Naja, ich bin jetzt schon im 8. Semester, insgesamt sind es 13 Semester und nächstes Jahr fange ich mein praktisches Jahr an…“.
Wenn jetzt schon unsere kleinen Geschwister bald mit Studieren fertig sind, wo soll dass denn bitte noch hinführen?????????
Wenn ich mir ein Buch über die Psychologie der Sprache ausleihe, weil ich hoffe, darin etwas über Sprachtabu zu finden und dann auf so Kapitel wie „Die Sprache der Primitiven“ (= Indianersprachen und dergleichen) finde, dann führt das dazu, dass ich das Buch postwendend in die Staatsbibliothek zurückbringen muss. Daran ändert sich auch nichts, wenn noch ein ausführliches, interessantes Kapitel über die Sprachentwicklung bei Kindern, welches auf den ersten Blick ganz gut geschrieben scheint, in dem Buch zu finden ist.
(Allerdings muss ich erwähnen, dass das Buch mindestens 40 Jahre alt ist.)
Wenn man gerade einen riesenriesen Muskelkater auf der Oberseite der Oberschenkel hat god only knows woher der nu wieder kommt, dann sind auch garantiert die Hälfte aller Rolltreppen, die man erklimmen muss, um zu einer abendlichen Verabredung zu gelangen, kaputt. Wohlgemerkt: Die Hälfte derer, die nach oben führen sollten. Irgendwie klar, oder?
Wenn Frau Ansku an mehreren Orten in der großen Stadt unterwegs ist und es regnet eigentlich den ganzen Tag immer wieder, aber immer genau dann, wenn ich von A nach B muss, kommt die Sonne hervor, dann ist das doch schon einmal ein Schritt auf dem richtigen Weg Richtung Sommer.
Gestern also habe ich wie bereits erwähnt Aachen hinter mir gelassen, meinen zu vollen Koffer zum Bahnhof gewuchtet und habe mich ins Unterholz aufgemacht. Bis ich allerdings alleine schon in Aachen am Bahnhof war, bin ich viel zu früh aufgewacht, einen Stunde wie ein Derwisch durch die Wohnung gefegt, war bereits einmal vollkommen durchgeschwitzt, habe völlig konfus dem Hausmeister eine Tüte mit Sachen für meinen Vater übergeben, mich dabei noch nicht einmal richtig höflich verabschiedet, habe meinen Koffer durch die halbe Stadt gezerrt, weil Bus vor der Nase weggefahren - und war dann 40 min. zu früh am Bahnhof. Ich musste auch kein Ticket mehr kaufen, das hatte ich schon. Also habe ich 40 Minuten gewartet und mich verflucht, dass ich mir so einen unnötigen Stress gemacht habe.
Wenn ich bis zum Ende dieser Reise es tatsächlich schaffen sollte, gelassen, nicht verschwitzt, in Ruhe und pünktlich (damit meine ich ca. 10 Minuten vorher, nicht 40 Minuten!) an einem Bahnsteig zu erscheinen, mich ohne Hektik in einen Zug zu setzen und einfach loszufahren, dann wäre diese Reise Selbsttherapie schon ein voller Erfolg.
Ich sag das jetzt nur, damit alle noch folgenden Gastgeber sich nicht wundern müssen, wenn ich bereits zwei Stunden bevor es langsam an der Zeit wäre, sich zum Bahnhof aufzumachen (wohlgemerkt nicht vor der eigentlichen Abfahrt!), schon allmählich anfange zu zittern und nervös zu werden.
Die Suche nach der Jugendherberge hier im Unterholz lassen wir jetzt mal unter das Tuch des Schweigens fallen, ich HABE nämlich normalerweise einen sehr guten Orientierungssinn. Wirklich, ganz ausgezeichnet. Nur manchmal sollte man besser nicht glauben, man sei schlauer als die Einheimischen…
Ich würde mal behaupten, moderner Luxus ist, wenn man an einem Sonntagmorgen bei Minusgraden und Schneeregen einfach so an der sicherlich 500m langen Schlange vor der Kandinsky-Ausstellung vorbeispaziert, hineingeht, die Gutscheine einlöst und ohne Wartezeit einfach so in die Ausstellung hinein und durch die Ausstellung hindurch spaziert und dann drei (!) Stunden später erschöpft und rückenlahm, aber sehr begeistert herauskommt.
Zur Zeit kommt es durchaus vor, dass ich abends erst so spät nach Hause komme, dass ich noch nicht einmal mehr meinen Laptop ans Stromnetz anschließe, sondern ihn auf Akku laufen lasse, weil ich eh nur noch schnell Mails checke und in den GoogleReader gucken muss. Eigentlich lasse ich den sehr ungerne auf Akku laufen es ist auch nicht der beste Akku, aber es läuft dann halt so, dass ich morgens sowieso gleich nach dem Aufstehen wann auch immer das sein mag wieder aus dem Haus gehe und der Schläpptop, der momentan im wahrsten Sinne ein Schläpptop ist, dann erst in der Uni wieder an die Homebase Steckdose kommt. So ein bisschen heimatlos komme ich mir dann manchmal vor.
Wenn aber dann an einem Dienstag abend um 20 Uhr nach der letzten Sitzung des Magistrandenkolloquium ich wollte gerade nach Hause und weiterlernen die lieben Dozenten fragen, ob wir noch eine Kleinigkeit essen gehen wollen und wenn wir dann in einer kleinen gemütlichen Runde beim Italiener sitzen und wenn die Frau Professorin mit strahlenden Augen von ihrem Enkelkind erzählt und wenn wir uns alle kaputtlachen über die Geschichten über Schimpfworte, die jeder früher oder später mal ungewollt in der falschen Situation gesagt hat und wenn das „eine Kleinigkeit essen gehen“ dann bis halb zwölf dauert, dann macht dieses heimatlose Dasein plötzlich gar nichts mehr aus und dann weiss ich, dass das etwas ganz Großartiges und etwas noch Einzigartigeres ist, was wir hier haben und dann weiss ich, dass mir ab Freitag mittag zumindest eines Sache, wenn nicht sogar sehr viele Sachen sehr sehr fehlen werden.
Es kann ja durchaus sehr spannend und toll sein, die Geschichten von alten Sprachen, älteren Sprachstufen und Wörtern zu erforschen, wirklich und es ist auch praktisch, dass es dafür Lautgesetze gibt, die die Entwicklung von den einzelnen Lauten von Sprachstufe zu Sprachstufe systematisch beschreiben, so dass man auch ohne schriftliche Überlieferungen Rückschlüsse ziehen kann, wie dieses oder jenes Wort mal ausgesehen haben muss. Wenn ich aber diese Lautgesetze – in meinem Fall für Altgriechisch -, wo sich dann im besten Falle ein Laut jeweils völlig anders entwickelt, je nachdem, ob er am Wortanfang oder in der Silbenmitte oder am Wortende oder vor einem r, l oder wasweissichwo steht und wenn er aber nach e, i oder u auftritt, dann bleibt doch plötzlich wieder alles beim Alten, wenn ich diese doofen Lautgesetze bereits zum zweiten Mal auswendig lernen muss. dann hört der Spaß für mich auf sind das für mich die kleinen Momente, in denen ich mich frage, was ich hier eigentlich mache. Zum Glück dauern die aber nie allzu lange an.
Und ich hoffe sehr, dass sich die Vorstellungen von mir und meinem Dozenten decken, was die Gewichtung zwischen Lautlehre und Formenlehre angeht. Ausgemacht ist nämlich „Schwerpunkt Formenlehre“!
Und Ihr so heute, an diesem strahlend sonnigen Sonntag?
Wenn man die ganze Woche zwischen der heimeligen Institutsbibliothek und dem vorweihnachtlichen Geburtstags- und Nikolausfeier-Marathon verbringt, dann ist es sehr schön, wenn man plötzlich Sonntagnachmittag merkt, dass man doch noch ein Zuhause hat. Auch wenn ich hier vielleicht mal aufräumen sollte.
Hier heute nichts mehr, höchstens noch ein kleines bisserli lernen (Kann mir mal jemand erklären, wie ich bis nächste Woche 2 mal 9 Seiten in meinen Kopf bekommen soll? Mein Kopf ist zwar nach Aussage meiner Mutter ziemlich dickkopfig groß, aber so groß dann auch wieder nicht!!!) und dann wieder ins Bett.
Wenn die Frau Ansku Samstag abend zu Hause ist und keine Lust mehr zu lernen hat das Fernsehprogramm zu schlecht ist, dann fällt ihr mal eben so gegen 21 Uhr ein, dass sie endlich einmal die uneingeschränkte Macht über die Familienküche hat und dass man das ja ausnutzen könnte und noch schnell und vor allem ungestört dem Cynthianismus frönen könnte. Wenn dann nur noch die Schokolade fehlt, aber die sündhaft teure 24-Stunden-Tankstelle nur zwei Straßen weiter ist, dann entstehen dabei mal eben ganz wunderbare Chocolate Chip Cookies Sonderedition á la Ansku (mit dunkler Schoki, weißer Schoki und Walnüssen).
(Morgen muss ich die Macht wieder abgeben teilen. Ach Cynthia, was mach ich dann nur?)
Wenn einem letzte Nacht nach einer sehr schönen und fröhlichen Geburtstagsfeier eine große graue Katze über den Kopf gelaufen getrampelt ist, dann sind das keine guten Vorraussetzungen, um heute einen neuen Job anzufangen. Tja, selber schuld sach’ ich da mal.
Aber ich freu mich. Sehrst sogar. Das Gefühl, etwas Schönes, Spaßiges zu tun, sehr sehr viel Interessantes dabei lernen zu können und zu dürfen und dafür endlich mal auch noch Geld zu bekommen, beschwöngt ungemein und macht das alles wieder wett. Nicht, dass ich nicht trotzdem leicht sehr nervös wäre, ne…. Drückt mir heftigst die Daumen, dass alles gut läuft und gebt mir Kaffeeeeeee!
‘Wenn ich verreise, womöglich noch in „fremde, weit entfernte Klimazonen“, wie zum Beispiel die Nordsee oder noch schlimmer Skandinavien, dann spielt regelmässig meine Haut verrückt und ich komme nicht nur mit einer Pickelplantage, sondern mit einer ganzen biologischen Pickelzuchtstation wieder. Das ist der unschöne Teil daran.
Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass Wien SO eine andere Klimazone ist.
sprach’s, seufzte und fragt sich, ob irgendwann nochmal der Tag kommt, an dem sie nicht mehr herumlaufen muss wie eine präpubertäre 11jährige.
Weil ja auch überalldavongesprochen und zum Schlag gegen die 50%-Marke ausgeholt wurde, mein kleiner bescheidener Beitrag dazu:
Wenn man seine vier Stimmen auf drei Parteien kreuzundquer verteilt, dann zeugt das entweder von großer Sachkenntnis und davon, dass man genau weiß, wer wo am meisten bewirken kann, oder von völliger Unwissenheit und Ratlosigkeit.
(Ich war aber auch sehr versucht, mein Kreuzchen bei den „Violetten – Für mehr Spiritualität in der Politik“ zu setzen.)
Und jetzt? Bald werden wir es wissen.
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Manchmal, wenn man aus der Quelle etwas nicht versteht, weil bestimmte Formeln und Zeichen nirgendwo in der Quelle erklärt sind, ist es das Beste, einfach anzunehmen, dass man lediglich selbst zu plö.d ist und dass der Rest der Welt inklusive dem allwissenden weisen Prof das auch ohne Erklärung verstehen würde.
Dann kann man das nämlich einfach abschreiben übernehmen, so als wäre gar nichts gewesen, schalala und das macht dann auch am wenigsten Aufwand. *duckundwech*