Bewegtes und Bewegendes

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Frau Ansku goes Dialektologie

Dezember 30, 2009 · 4 Kommentare

(Endlich komme ich mal dazu, diesen Artikel zu schreiben, denn eigentlich liegt diese ganze Sache schon ein paar Monate zurück.)

Ich war im Herbst neben dem neuen Job auch in meiner Freizeit nicht untätig. Im September fragte man mich in der Uni, ob ich nicht Lust hätte, bei einem kleinen Projekt mitzuarbeiten – Geld gibt es nicht, dafür Ruhm und Ehre. Aber ja doch, natürlich hatte ich Lust! Zumal dieses Projekt ein für mich ziemlich neues, bisher sträflich vernachlässigtes Gebiet der Sprachwissenschaft betraf, die Dialektologie. Ein bekannter Verlag für Reiseführer möchte einen neuen Reiseführer über Bayern herausbringen, wo Bayern von einer ganz neuen Seite beleuchtet werden soll, mit seinen kulturellen Eigenheiten, seinen kulinarischen Schmankerln und seinen historischen Orten. Das Ganze soll natürlich auch speziell die verschiedenen Regionen Bayerns zeigen, also Franken, Ober- und Niederbayern, Schwaben usw.  Soweit ich weiss, wurden für den kulturellen Teil hauptsächlich UrEinwohner persönlich befragt, für den sprachlichen Teil war das zunächst auch so geplant und versprach sehr spannend zu werden.

Ein persönliches Interview mit einem Informanten zu führen, wo die gewonnenen sprachlichen Daten mit Kamera und/ oder Tonband aufgezeichnet werden, dazu hatte ich bedauerlicherweise in meinem Studium auch noch nie die Gelegenheit. Nun darf man sich so ein Interview nicht so vorstellen, dass der kleine Sprachwissenschaftler zu dem Sprecher geht und sagt: Oooh! Ein unbekanntes Wesen Sprecher! Hallo, Du! Sprecher! Erzähl ma’ was von Dir, sag einfach ma’ was! und aufs Knöpfchen drückt und schon hat man die Daten. Nein, denn man möchte die Sprache ja so authentisch wie möglich, in ihrer natürlichen Umgebung aufzeichnen und leider ist so ein Interview weissgott keine natürliche Situation. Wie viele Faktoren da mit hereinspielen begriff ich erst, als ich mich länger mit dieser Sache beschäftigte. Zunächst ist ja mal der Interviewer für den Sprecher eine fremde Person, der gegenüber er sich zunächst möglicherweise scheu verhalt. Möglicherweise verstärken Kamera und Tonbandgerät diese Scheu noch. Dazu kommt noch, dass z.B. Sprecher eines Dialektes oft befürchten, von der fremden Person nicht verstanden zu werden und deshalb – bewusst oder unbewusst – nicht reinen Dialekt, sondern eine Sprache näher an der Hochsprache sprechen usw. usw. usw. und schon ist es mit der Authentiztität passé. Je mehr ich mich dazu einlas und mit anderen Studenten, die ebenfalls an dem Projekt mitarbeiteten austauschte, desto spannender fand ich die Sache und hätte am liebsten sofort Kamera und Mikro eingepackt, um loszuziehen und Daten zu sammeln. Nicht ganz zufällig ;) hatte ich mich für die Region Unterfranken gemeldet, weil ich den Dialekt dort ja schon einige Male hören konnte und ihn wirklich sehr schön und interessant finde. Leider stellte es dann doch als ziemlich schwierig heraus, so aus der Ferne von der Landeshauptstadt aus einen Sprecher zu organisieren, der Zeit hat, die nötigen Dialektkenntnisse und dazu noch bereit ist, sich eben von einer fremden Person filmen zu lassen. Extremst schwer. Auch eine vorsichtige Anfrage beim berühmtesten Unterfranken ever wurde leider aus Zeitgründen abgelehnt. Aber auch andere Leute in anderen Regionen schienen ähnliche Probleme zu haben, soweit sie nicht auf Verwandte zurückgreifen konnten, so dass kurze Zeit später aufgrund von Zeitdruck (der Reiseführer soll ja auch irgendwann mal veröffentlicht werden) der Plan ganz allgemein etwas geändert wurde und die Interviews gestrichen wurden und auch die Regionen nocheinmal etwas anders verteilt wurden.

So forschte ich letzten Endes also ein bisschen an meinem Schreibtisch mit Hilfe von Literatur und Internet in Bayrisch-Schwaben herum und heraus dabei kam in erster Linie eine Liste mit Wörtern und ein paar kleine Redewendungen. Für Sie, für Euch als kleiner Appetithappen ein paar Auszüge aus meinen eigenen gesammelten Daten:

z.B. die alten Bezeichnungen für Wochentage

Marda – ‘Montag’

Mørǝda/ Aaftrmëëde/ Dinschdaag (das letzte Wort wurde aus dem Schwäbischen übernommen) – ‘Dienstag’

Minkda – ‘Mittwoch’

Pfins(h)ta – ‘Donnerstag’

Freida – ‘Freitag’

Såmsta – ‘Samstag’

Sunda – ‘Sonntag’

Oftmals erfragt man auch ein paar Begriffe aus der Landwirtschaft oder Haushalt oder Religion, die sind meistens – da mit traditionellen Handlungen verbunden – am besten in ihrer Ursprünglichkeit erhalten:

‘Hahn’ - Gogl m.

‘Jauche’ - Mis(t)lache / Ool f.

‘Ernte’ - Aaret [aaret] f.

‘Kartoffeln’ – Eadepfa m./ Äärb(i)ra f.

‘Rote Beete’  – Rande(g)

‘Heidelbeere’ – Schwarzbeer/ Hoigl(beer) f.

’schwarze Johannisbeere’ – Weibeerle f.

‘Holz spalten’ - Hoiz kliabn

‘Disteln rausreißen’ – Dischla rausraisa

‘Tannen-/ Fichtenzapfen’ – Butzkiah (wörtl. ‚Butzenkühe‘) f.

‘Begatten der Henne’ – fliigla / tappa

‘Kater‘ – Boole / Baule m.

‘Ferkel’ – Seile / Suggele n.

‘ferkeln’ – fackl(e)n

‘brünstig’ (bei Rindern) – rindig

‘brünstig’ (beim Schwein) – rumpe(l)n

‘Borzenstecken’ -  Booazaschdägga (Borze stammt wohl aus dem Ostschwäbischen; Das Wort bezeichnet ein Reisigbündel.)

‘großer Waschkessel’ – Zuber [tsuber] m.

‘Gefäss zum Einsalzen von Fleisch’ - Surfass oder Zuber [tsuber] m.

‘brenzlig riechen’ – brandln

‘Kleidung’ – Hääß f.

‘Weihnachtsfrüchtebrot’ – Gletznbrot n.

‘Plätzchen’ – Loible / Leckerle n.

‘Brotanschnitt‘ – Ränftle / Ränggele / Giggele n.

‘Kirchweihfest’ – Kiawei f.

‘Schluckauf‘ – Heschar / Häggr f.

Und dann fand ich noch ein paar leider wenige Personenbezeichnungen:

‘Taufpatin’ – Doolǝ

‘Mädchen’ – Maal, Maala n.

‘Tante’ – Dånde

‘Nikolaus’ – Gloos m.

‘Haberfeldtreiber’ – Haberfeiddreiba

‘alter Mann’ – alde Mãã/  Månd

darunter auch Schimpfwörter ;)

Rotzbibbn – ‘ungezogenes Kind’

Säckl – ‘Blödel, Dummkopf’

aufmandln – ‚sich aufspielen, sich wichtig machen‘

(Das ganze wurde noch ergänzt durch ein paar „kleinere“ Wörter wie z.B. Richtungsangaben oder Pronomen, die jetzt hier zuviel des Guten wären.)

Die Arbeit, auch ohne Kamera und Mikro und Sprecher live, hat mir dann letztendlich auch großen Spass gemacht, denn ich fand es sehr interessant, wie sich hier quasi ein Dialekt zwischen zwei großen Dialekten – Bayrisch und Schwäbisch – herausgebildet hat und wo das Bayrische stärkeren Einfluss gehabt hat und wo das Schwäbische. Spannend war das, wenn man immer wieder plötzlich ein neues Wort entdeckt! Ganz allgemein auch hat es mein Wissen um den Dialekt und die Dialekte, der hierzulande gesprochen werden, enorm vermehrt. Ich hatte z.B. keine Ahnung von den alten Bezeichnungen für die Wochentage, dass z.B ‘Dienstag’ in einigen östlichen Gegenden Bayerns immer noch Irda, Ira bzw. Eada heisst.

Noch spannender wird das Ganze dann, wenn man es im Vergleich mit den anderen regionalen Dialekten sieht und dazu gibt es ein ganz hervorragendes Projekt der Uni Augsburg, nämlich den Sprechenden bayrischen Sprachatlas. Die Forscher aus Augsburg haben sich die Mühe gemacht und bestimmte Wörter und Begriffe in verschiedenen Orten Bayerns aufgenommen (diesmal richtig mit Mikro und so ;) ) und dies auf interaktiven Karten eingetragen, so dass man sich im Internet anhören kann, wie ein und derselbe Begriff in den verschiedenen Regionen Bayerns klingt. So findet man z.B. heraus, dass Quark bzw. Frischkäse in Bayrisch-Schwaben „Toppa“, „Doba“ oder „Topfa“ – also “Topfen’ – heisst, weiter im Norden, Richtung Franken aber ganz anders: „Zibeleskäs“ (z.B. in Betzenstein). Einfach aus der Liste links einen Begriff auswählen und dann auf die verschiedenen Orte klicken. Die Farben auf den Karten bezeichnen die Verbreitungsgebiete der einzelnen Begriffe. Das Ganze gibt es auch mit vielen Erklärungen dabei mittlerweile in Buchform und es war mir ein sehr nützliches Hilfmittel bei meiner Arbeit.

A rechte Freid hat’s g’mocht, des Projekterl und doss I als Münchner Kindl amoi gsehn hob, wui vuifältig des is, des Boarische, wo I do in Bayern leb und für ois waitere dad I Eich jetzad des neie Biacherl empfehln, des wo im Frühjahr rauskimmt. :D *

* ohne Garantie für Richtigkeit, Rechtschreibfehler etc. Ich lerne noch. ;)

Kategorien: Sprach(e)verrückt
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Dezember 16, 2009 · 2 Kommentare

(Bekam ich letzten Freitag hier geschenkt. Ein echter Nicolai, hier als praktisches Wendebild, von vorne und von hinten betrachtbar, je nachdem in welcher Stimmung man gerade ist. Was dargestellt ist, erklärt sich eigentlich von selbst, nicht wahr? Oben sind es Blumen, auf die es regnet und unten ist es ein brennendes Haus und ein Feuerwehrauto und es regnet ebenfalls. Ich find die Bilder cool, es hängt bereits an einem Ehrenplatz. Und spekuliere darauf, dass die ich dann in wenigen Jahren, wenn das Kind ein berühmter Maler ist, gewinnbringend verhökern kann. ;)

Ein wunderbarer Nachmittag mit einer ganz wundervollen Bloggerfamilie war das.)

Kategorien: Blogdings · Frau Ansku
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Nachtisch mit Hindernissen

Dezember 13, 2009 · 6 Kommentare

Bisher haber ich natürlich auch immer bei den Weihnachtsvorbereitungen mitgeholfen, aber eigentlich war für das Essen immer hauptsächlich meine Mutter verantwortlich. Wir, mein Bruder und ich, haben dann z.B. den Baum geschmückt, letzte vergessene Lebensmittel und Geschenke besorgt oder bei den lieben Großeltern den Tisch eingedeckt, während meine Mutter einen ganzen Tag lang in der Küche stand und brutzelte und briet und herrichtete. Daran hat sich auch in den letzten Jahren, als wir schon erwachsen waren, wenig geändert. Gelegentlich dürfen wir mal Gemüse schnippeln oder hier oder dort etwas halten, etwas rühren, aber dann werden wir auch bald wieder aus der Küche hinausgeschmissen.

Als ich aber neulich Besuch von der wunderbaren Frau Lottea hatte, da waren wir eines Abends mal essen und da habe ich so wunderbare warme Schokoküchlein mit flüssigem Kern und darunter Bananancarpaccio gegessen, dass mir gleich ganz weihnachtlich zumute wurde. Die warmen Kuchen, dazu die frischen Bananen, herrlich. Sowas wollte ich immer schonmal selber machen. So nach und nach entstand dann in mir der Gedanke, dass das irgendwie auch ein tolles Weihnachtsessen wäre und ich überlegte mir, ob wir es vielleicht mal dieses Jahr so machen, dass ich mich für die Zubereitung des Nachtisches verantwortlich erkläre. wenn die Mutter mich denn lässt…

Inzwischen bin ich mir da aber gar nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich machen sollte, denn erstens ist man ja nach einem Weihnachtsessen gar so vollgefuttert, dass wahrscheinlich auch kein noch so kleiner Schokokuchen noch reinpasst und zweitens – das größere Problem – sollten diese warmen Schokoküchlein ja frisch zubereitet bzw. erwärmt werden und zwar bitte so, dass genau der Kern noch leicht flüssig ist. Also Feinarbeit. Nun hat aber mein wunderbarer, äußerst fürsorglicher Herr Vater die Angewohnheit, einem während des Weihnachtsmenüs sobald das Weinglas leer ist, gleich sofort wieder nachzuschenken. Wir könnten ja verdursten. Und ich leichtgläubiges naives Ding hab die dumme Angewohnheit, die Gläser dann auch tatsächlich immer wieder leerzutrinken, weil es ist ja alles so schön und so gemütlich und so lecker und so… ;)

Das heisst, ich kann aus Erfahrung sagen, mir eigentlich auch mit meinen nicht-vorhandenen Mathekenntnissen ausrechnen, dass ich nach einem sicherlich einstündigen Festmahl mit einzweivielen Gläsern gutem Wein davor, dazwischen und danach, schon ein kleines bisschen angeschicksert und ziemlich sicher nicht mehr in der Lage sein werde, Schokoküchlein auf die Sekunde genau aus dem Ofen zu holen und die heißen Küchlein noch auf Bananencarpaccio zu drapieren und dann noch unversehrt von der Küche ins Esszimmer zu befördern. Dürfte ziemlich schwierig werden. *

Ich glaub, ich mach Obstsalat.

* Anmerkung der Verfasserin: Und noch mal extra für alle, die das Augenzwinkern mutwillig oder aus nicht vorhandenem Sinn für Humor überlesen haben und meinen, die Hände überm Kopf  zusammenzuschlagen und wütende Kommentare verfassen zu müssen: Ich lege es nicht drauf an, mich an Weihnachten zu betrinken, ich sage nur, dass es durchaus passieren kann, dass man in einer schönen, festlichen, gemütlichen Runde auch mal das eine oder andere Glas Wein zu sich nimmt und dass es dann sein kann, dass ich nicht mehr in der Lage bin, solch einen feinen Nachtisch zuzubereiten, denn das wäre sehr schade um den Nachtisch.

Mfg, ganz die Ihre

Frau Ansku

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Unser Wochenende

November 24, 2009 · 14 Kommentare

hatte dreieinhalb Tage und unzählige schöne Momente in und um München herum.

[KLICK!]

[KLICK!]

[KLICK!]

[KLICK!]

Ich hoffe, Frau Lottea hat sich hier wohlgefühlt und meine Versuche als Touristenführerin kamen an. Mir hat es jedenfalls sehr großen Spaß gemacht, einer lieben Freundin „mein“ München zu zeigen. Ich überleg mir jetzt, Stadtführungen auf Finnisch anzubieten. ;) Von daher: Gernebittesofortjetztabersacklzement!! in Zukunft öfters Besuch!!!

(Wissen Sie, ich find es jedes Mal aufs Neue so faszinierend, anderen Menschen diese Stadt zu zeigen, dieses Erlebnis jedesmal, wie man plötzlich drei Tage lang mit den Augen eines anderen Menschen durch die Stadt läuft und plötzlich all die kleinen Macken und Schrulligkeiten, aber auch die schönen Ecken, die Stimmung auf den Strassen und Plätzen ganz neu entdeckt und einatmet, als wären sie noch nie da gewesen und ständig von neuem erstaunt und fasziniert ist.

Und dann am Ende der drei Tage wieder dieses Gefühl, hach ja. Doch. Meine Stadt. Hier gehör ich hin.)

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Feststellung

November 22, 2009 · 3 Kommentare

Sonntage verdienen ihren Namen eigentlich erst sind noch besser, wenn ihnen kein Montag folgt.

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Abgehakt

November 19, 2009 · 2 Kommentare

* Wohnung besuchsgeputzt, das Bad blinki-blitzi saubergescheuert, einen Grundstand an Lebensmitteln eingekauft, die Gästematratze *hust* entstaubt. Vergessen, meine Eltern nach einer zweiten Garnitur Bettwäsche zum Leihen zu fragen. *Häkchen hinter*

* Letztes Wochenende der weltbeste Vater und der weltbeste Bruder extra für den Besuch (!) einen neuen Klospülkasen angebracht. der alte hat dann nach ca. 30 Jahren doch irgendwann schlappgemacht.*Häkchen hinter*

* Touriprogramm steht fast. Und der Besuch hat auch versprochen, brav den München-Stadtführer mitzubringen, damit ich wieder daraus vorlesen und somit geschickt mein Unwissen vertuschen kann. *Häkchen hinter*

* Den festen Vorsatz gefasst, morgen entgegen aller bösen Angewohnheiten der letzten Zeit um Punkt 13 Uhr und keine Minute später aus dem Büro zu gehen, um 13.10 Uhr (naja, da gehören immer zwei dazu…) die S-Bahn zu besteigen und um 13.39 Uhr (naja, da gehören immer zwei dazu…) am Hauptbahnhof zu stehen und den ICE aus Hamburg-Altona einrollen zu sehen. *to do*

* freigenommen und -bekommen bis (mindestens) Montag mittag. (Hören Sie mich jubeln? 86 Stunden ohne mein Büro!)  *Häkchen hinter*

* Sämtliche beruflichen Pflichten aus drei verschiedenen Jobs heute weitestgehend abgearbeitet, so dass morgen nach Dienstschluss nur noch ein ganz klitzekurzer Besuch in der Uni fällig wird und jetzt auch dementsprechend k.o. und platt wie eine Flunder. *Häkchen hinter*

* Beine hochlegen und freudig erwartungsvoll durchschnaufen. *Häkchen hinter*

-> Fast Alles fertig für den lieben Wochenendbesuch!

Liebe Lottea, herzlich willkommen! Ich freue mich, dass es mit uns geklappt hat und bin schon sehr gespannt auf das Wochenende!

(Gleich zwei Treffen in einem Jahr, wow! Soviel haben wir in den letzten fünf Jahren insgesamt hingekriegt!)

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Lichtblicke im November (1)

November 9, 2009 · 6 Kommentare

Lichtblicke allerorten in Bloggersdorf, da möchte ich nicht nachstehen und auch ein bisschen Licht in den grauen November bringe.

Meine Lichtblicke sind:

so oft wie möglich mit lieben Freunden einen Kaffee trinken gehen und sich plötzlich mitten in Afrika wiederfinden.

(to be continued)

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Erstes Mal

November 4, 2009 · Kommentar schreiben

Zum ersten Mal seit gefühlten zehn Jahren wieder im Zoo gewesen. Sogar beruflich, ich war mit den Krippenkindern und -kolleginnen unterwegs und es war wunderschön. Ich hab kurzfristig heute frei bekommen und fast alle Kinder und all die dazugehörigen Mamas waren mit, wir hatten unglaublich Glück mit dem Wetter, die Kollegin konnte im Bus nicht die Finger vom Mikrofon lassen entwickelte sich zur Entertainerin in perfektem Teamwork mit Affe und Krokodil, überhaupt war das Krokodil der Renner, die Orang-Utans hatten ein herzallerliebsten Baby von drei Monaten und turnten herum wie die Derwische, wir lernten, was „Giraffe“ und „Elefant“ auf türkisch, arabisch etc. heissen hab’s schon wieder vergessen und ich mit meiner Kamera war bei den meisten Müttern und Kindern ziemlich beliebt. Typisches Mutti-Syndrom vermutlich, sobald man eine Kamera sieht, sein Kind in selbige hineinhalten zu müssen, ts ts ts… ;) Meine eigene Kamera hab ich leider vergessen.

(So ein schöner Ausflug! Es wurden schon Vorschläge für die nächsten Ausflüge gemacht: Ins Fussballstadion, ans Meer, ein Wochenende in die Berge…)

(Ich hab mich nicht getraut, mit der spanischen Mama von S. und C. spanisch zu sprechen, weil mein Spanisch so eingerostet ist. Und als ich was sagen wollte, da waren plötzlich auch die wenigen Worte, die noch in meinem KOpf waren weg. Aber vielleicht morgen, morgen bin ich nochmal in der Krippe zum Elterncafé.)

(Und erst wieder Donnerstag arbeiten.)

(Obwohl ich ja eigentlich auch heute und mrogen arbeite. ;) )

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Der Schuster

September 21, 2009 · 6 Kommentare

Beim nahegelegenen Supermarktriesen mit dem grünen M gibt es in einer Ecke zwischen Parkhaus und der Rolltreppe, die hinunter in die Verkaufsetage führt, einen kleinen Schuster. Der Schuster ist aus Italien, steht den ganzen lieben langen Tag inmitten von Lärm, von Maschinen und auch Dreck, arbeitet sechs Tage die Woche. Aber es ist einer von diesen wenigen Menschen, denen das nichts anzuhaben scheint, die immer gut gelaunt sind, die immer zu einem Scherz aufgelegt sind. Es ist eine Insel der guten Laune inmitten all der Menschen, die vom Parkhaus in den Supermarkt hasten, jeder der an der kleinen Schusterei vorbeigeht, bekommt ein Lächeln, einen Gruß. Sechs Tage die Woche, immer. Wir geben schon seit Jahren unsere Schuhe dort zum Reparieren ab. Es ist so einer von diesen Schustern, wo man mal schnell die Schuhe abgeben kann, um eine kleine Ecke der Sohle kleben zu lassen und man dann einkaufen gehen kann und wenn man wiederkommt, die Schuhe abholen und nach dem Preis fragen will, mit einer Handbewegung und einem verlegenen Lächeln weitergeschickt wird. Einfach so.

Es ist so ein Schuster, der mich heute mit „Isse schon wieder kaputt???“ begrüßte (ich war zuletzt vor ca. 1-2 Monaten dort). Der, als ich meine 6 1/2 Paar abgelatschte Schuhe auspackte (ich habe dieses Problem, dass meine Schuhe sich immer ungleichmäßig, also nach außen hin schief, ablaufen), theatralisch die Hände über dem Kopf zusammenschlug und der mich, als ich dann kleinlaut erklärte, was ich will, breit angrinste und sagte: „Biste nettes Fräulein, für nette liebe Fräulein ich mache!“ Der sich unglaublich freute, als ich mich mit „Grazie, ciao!“ verabschiedete.

Solche Leute braucht es in unserer Welt, solche Menschen schaffen es immer wieder mit ihrem niemals enden wollenden Willen, dass ich das Geschäft mit einem Lächeln auf den Lippen und mit einer großen Portion Demut im Kopf verlasse.

Und jetzt gibt es Gerüchte, dass der neue (angeblich ziemlich unsympathische) Chef von dem Supermarkt den Schuster rauswerfen will, einfach so, obwohl das Geschäft glänzend läuft. Obwohl der Schuster so eine Insel im Alltag aus Stress, Missmut und Hektik ist. Ich hoffe, ich hoffe sehr, dass es nicht soweit kommen wird.

Wenn ich heute abend ein Glas Wein trinke, dann werde ich mein Glas auf unseren Schuster und auf alle diese unverwüstlichen, tapferen, faszinierenden Menschen erheben.

Auf dass sie irgendwann etwas zurückbekommen von den vielen kleinen Momenten, die sie ihrem Umfeld geben.

Kategorien: Aspekt
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Urlaub am Meer

September 9, 2009 · Kommentar schreiben

Noch ein paar Photos aus Holland, kommen Sie doch mit mir ans Meer und fühlen Sie den frischen Wind im die Nase!

Ich war am Meer, ich war am Meer und es war so unglaublich schön! Wir sind sogar barfuss durch den Sand und durch ie Dünen gewandert, abends im Sonnenuntergang, nur ich und die liebste Freundin.

Lieblingshobby: Testen ob die Jungvögel schon fliegen können. :lol:

In den Dünen

Hinter den Dünen kommt man sich fast ein bisschen wie in Irland vor.

Am nächsten Tag in Amsterdam: Ein typisch holländischer Hauseingang, derartige Hauseingänge mussten wir auch wegen heftiger Regenschauer konsequent alle 15 min. aufsuchen, ab und zu waren es auch Kirchen. Da bekommt der Satz Mit dem Nachbarn Tür an Tür eine ganz neue Bedeutung…

Aufgrund des ekelhaften Wetters wollten wir dann auch nicht ins Hausbootmuseum rein. Find ich persönlich nicht schade, ich würde eh nicht in so einer schmalen Sardinenbüchse wohnen wollen, da kriesch’ch Platzangst.

Irgendwo in Amsterdam

Muss sein, eine Gracht

:)

Am nächsten Tag und bei etwas besserem Wetter machten wir einen Ausflug nach Nordholland, genauer gesagt nach Hoorn, ein kleines Fischerdorf auf diesem Landzipfel, der ins Ijsselmeer reinragt. Dort gab es:

Viele Schiffe, die mitunter auch zu anderen Zwecken verwendet wurden.

und wieder viel Meer.

Solche Marienkäfer findet man in Holland häufiger. Als meine Freundin das erste Mal vor einem solchen stehenblieb und eine Schweigeminute ausrief, war ich noch etwas erstaunt. Inzwischen weiss ich aber, dass diese Marienkäfer daran erinnern sollen, gegen Gewalt im häuslichen Bereich vorzugehen.

Und natürlich auch eine Windmühle, diese in Haarlem. Haarlem ist auch ein ganz entzückendes kleines Städtchen, sozusagen das bessere Amsterdam und das sieht man auch.

Sieht man auch hier:

Und hier:

Schön war’s und sehr erholsam!

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Wo war ich?

September 6, 2009 · 7 Kommentare

Ein Rätsel:

Sonntag vor einer Woche war ich an einem Nachmittag in

drei Ländern und musste mich dafür nur

zweimal kurz aus

einer Stadt herausbewegen.

Wo war ich?

(Imke müsste es wissen, die darf daher jetzt mal still sein und Blogger, die ich letzte Woche getroffen und denen ich das erzählt habe, sind ebenfalls ausgeschlossen. ;) )

Kategorien: reisereise
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Urlaub auf dem Bauernhof

September 6, 2009 · 1 Kommentar

Die Deutschlandreise „light“ war wie schon die erste Deutschlandreise ein echter Urlaubstraum. Ich habe viel Natur gesehen, neue Städte und Landschaften entdeckt, bin überall über die Maßen verwöhnt worden, hab sogar das Internet nur ein ganz minikleines bisschen vermisst und habe eine Menge wirklich liebenswerter Menschen getroffen. Ich bin sozusagen perfekt erholt und habe absolut keine Lust, morgen hier wieder mit Alltag weiterzumachen.

Und weil es so schön war, nehme ich Sie jetzt etappenweise mit auf meine kleine Reise durch NRW und Holland. Darf ich Sie zunächst einladen, mit mir einen Tag (von insgesamt dreien) auf dem Bauernhof meines Onkels im schönen Sauerland zu verbringen, der Traum meiner unbeschwerten Kindertage mit vielen Tieren, spannenden Ecken und inmitten von Natur pur und auch jetzt immer noch ein wunderbarer, so friedlicher Ort.

Zunächst machen wir eine Wanderung einen Spaziergang, wir laufen über den Hof, laufen vorbei am Hühner- und Pfauengehege

… und lassen den Hof hinter uns, um dann über diesen kleinen Steg in den Wald hineinzulaufen.

Es ist wunderschön, nicht zu warm und nicht zu kalt, der Sommer bäumt sich noch ein letztes Mal auf und lässt die Natur in sattem Grün erstrahlen. Am Wegesrand finden sich sogar noch ein paar bunte Farbtupfer.

Zwischendurch schieben sich ein paar Wolken vor die Sonne, wenn aber die Sonne die Oberhand gewinnt, zaubert sie ein wunderschönes Schattenspiel in den Wald.

Wir kommen aus dem Wald heraus und haben einen herrlichen Blick über das Sauerland. Und eigentlich mag ich ja keine Berge. ;)

Immer wieder findet sich irgendetwas Interessantes am Wegesrand, eine unbekannte Pflanze oder eine Baumschule. Wenn das mal nicht der Fall ist, geniesst man einfach nur die Aussicht.

Es geht wieder in den Wald hinein und plötzlich wird es gruselig. Das was da am Wegesrand lauert, was mag das wohl sein? Die Hand Gottes???

Als wir wieder aus dem Wald heraustreten, sehen wir im Tal in der Ferne das nächste verschlafene Örtchen.

Es wird langsam Abend, Zeit nach Hause zurückzukehren und das Grillgut vorzubereiten.

Das Schöne an so einem Bauernhof ist, keiner kann einem verbieten spontan ein Lagerfeuer zu machen. Man sollte nur selber auf ausreichenden Sicherheitsabstand zum Stall und zu irgendwelchen Fahrzeugen achten.

Und so sassen wir bis spät in die Nacht um das Schwedenfeuer herum, lachten, freuten uns, die Familie nach so langer Zeit wiederzusehen und sangen, während meine „kleine“ inzwischen schon 13jährige Lieblingscousine uns alle mit ihrem gekonnten Gitarrenspiel erstaunte und lässig sowohl Oldies als auch aktuelle Hits daherschrammelte. Ker (wie wir Sauerländer sagen) was war ich stolz auf sie!

Und auch die Hunde waren bei dieser ganzen Grillaktion glücklich und zufrieden.

Am nächsten Morgen, nachdem alle verschlafen aus dem Bette gekrochen und 15 Mann sich am großen Bauernküchentisch zum Frühstück versammelt hatten, lieferte sich der männliche Teil unserer Truppe noch ein Fußballmatch. Womit jedoch keiner gerechnet hatte – es gab noch einen Mitspieler. Einen überaus begeisterten, geradezu euphorischen Mitspieler, der nicht müde wurde, hin und her über den ganzen Hof das ganze Fußballfeld zu flitzen, immer haarscharf am Ball. Wenigstens ein solcher Spieler in der deutschen Elf und wir wären jetzt schon Weltmeister.

Es waren drei wunderbare, geruhsame und unbeschwerte Tage, es war einfach phantastisch.

(to be continued)

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Deutschlandreise „light“

August 25, 2009 · 11 Kommentare

Wenn man viele Blogger kennt, dann wird aus einem einfachen 4tägigen Verwandtenbesuch mal eben eine kleine Mini-Deutschlandreise. Dann wird man mal eben schnell über Feiss.buck gefragt „Kommst Du denn auch bei uns vorbei?“, da werden Kaffeekränzchen im trauten Bloggerkreis organisiert und ruckzuck ist man wieder anderthalb Wochen fremdbestimmt verplant unterwegs.

Die Suche nach einem – MEINEM Job läuft momentan ziemlich bescheiden, ich finde einfach nichts für mein Niveau passendes. Ich hatte zwischendurch sogar fast den verwegenen Plan gefasst, zum Arbeitsamt zu gehen, um mich da nochmal beraten zu lassen, wie ich schnell und effizient an einen Job komme. Bei diesem Gedanken muss ich allerdings inzwischen schon fast hysterisch lachen. Ich schiebe es zum einen auf meine extrem hohe Hemmschwelle, mich auf Jobs zu bewerben, auf deren Anforderungsprofil ich nicht genau passe – das muss sich ändern – und zum anderen aber auch auf die Ferienzeit. Keiner ist an seinem Arbeitsplatz, also gibt es auch keine Stellenausschreibungen. Insofern hoffe ich, dass es ab September besser wird. Wenn die Leute an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, wenn Pläne für neue Projekte und für das neue Geschäftsjahr geschmiedet werden, dann fällt sicherlich auch ein interessanter Job für mich ab.

Derweil, bis die guten Jobs wiederkommen, bin ich auf Mini-Deutschlandreise, eigentlich ist es fast eine NRW-Deutschlandreise mit einem kleinen Abstecher ins Ausland. Es geht zunächst in den Norden Bayerns, dann ins Sauerland um übers Wochenende die lieben Verwandten zu besuchen, dann nach Aachen zu meinem Vater, dann noch ein kleines Stück weiter nördlich und zum Abschluss für ein paar Tage nach Holland, wo liebe Freunde von mir wohnen (noch, in einem Monat kommen sie zurück *freu*) Ich werde eine Reihe wunderbarer lieber Bloggerinnen treffen, alte und neue Bekannte und nach langer Zeit wieder die liebe Verwandtschaft. Ich hoffe, mir ist jetzt keiner beleidigt, weil ich XY besuche und ihn nicht, aber die Zeit ist diesmal begrenzt. Es wird doch keiner hier beleidigt sein, oder?? Eine „große“ Deutschlandreise gibt es frühestens wieder 2010. ;) :D

Machen Sie es gut, geniessen Sie den Rest-Sommer und haben Sie eine tolle Zeit. Und warten Sie doch bitte mit dem Kinderkriegen auf mich, bis ich wieder online bin und mithibbeln kann, liebe schwangere Bloggerdamen. ;)

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- 5 cm

August 19, 2009 · 10 Kommentare

vorher

nachher

dazwischen liegen etwa 5 bis 8 cm, einige Kilo Filz (zumindest fühlt sich der Kopf auf einmal soviel leichter an) und ein etwas nervenaufreibender Frisörbesuch. 3 Stunden Beschallung mit Technomusik-Scheisse im Frisörsalon fällt unter Folter und gehört verboten!!! Und auf meine Bitte, ob sie denn nicht auch etwas ruhigere, allgemeinverträglichere Musik hätten, kam dann Trance-Scheisse….

Aber das Ergebnis versöhnt dann wieder: Aus Filz mach Haar! :)

(Nicht wahr, Frau Wortteufel, schneiden geht schneller als züchten. ;) )

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Schall und Rauch

August 2, 2009 · Kommentar schreiben

Gestern der erste Ferientag hier in Bayern und der nahe Badesee gleicht prompt einem einzigen riesengroßen Grill. Um mich mal gehörig einräuchern zu lassen, brauche ich in den folgenden sechs Wochen wohl nicht mehr in Raucherclubs zu gehen (das ist ja sowieso jetzt alles nicht mehr so streng getrennt hier in Bayern), meine körperliche Fitness darf ich nun nicht nur beim Schwimmen, sondern auch beim Slalom um die Grills unter Beweis stellen und ich bin mir immer noch nicht ganz klar darüber, ob mein verbrannter Rücken jetzt von der Sonneneinstrahlung stammt oder ob er von den mindestens fünf Grills, die uns umgeben haben, einfach gleich mitgeröstet wurde. ;)

Aber schön war’s. Happy Sommerferien!!

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old school

Juli 31, 2009 · 5 Kommentare

Mitte dieser Woche auf dem Sommerfest in meiner alten Schule nach Ich-weiss-nicht-wievielen-Jahren gewesen. Ein sehr komsiches Gefühl, ein sehr zwiespältiges Gefühl. aber irgendwie auch faszinierend.

Ich laufe durch das Schulgebäude, muss kurz eine Minute nachdenken, wo sich die Klos befinden. Ich laufe durch die alten so wohlbekannten Gänge, ich muss neugierig in jede Ecke luren, ob denn alles noch so steht wie früher und eh und je. Ich musste auch in den vergangen Jahren jedes Mal, wenn ich zufällig an der Schule vorbeikam, einmal kurz in die Eingangshalle treten und einmal kurz auf den Kasten mit den neuesten Notizen, Mitteilungen und Ausfallstunden gucken. Auch das muss heute sein. Ich bin wieder auf dem alten Schulklo, auf dem wir heimlich und verbotenerweise unzählige Pausen verbracht haben. Ich werde ganz melancholisch.

Ich stehe auf dem Schulhof. Ich stehe da und kann mich nicht sattsehen. Um mich herum wuselt es. Kleine Fünftklässler rennen über den Hof, und selbst die „Großen“ unter den Schülern kennen wir nicht mehr. Ich fühle mich fremd im bekannten Terrain. Gleichzeitig ist doch diese Atmosphäre, dieses Wuseln so bekannt und vertraut, dass ich mich fast sofort wieder ein bisschen heimisch fühle. Ich denke über das Band, was einen mit seiner Schule verknüpft nach: Ist es dauerhaft? Wird es von positiven und negativen Erlebnissen beeinflusst? Wird es von der nach dem Abitur rasch einsetzenden Verklärung beeinflusst? Ich weiss es nicht, aber in diesem Moment glaube ich, es gibt eine Art Band, etwas dass einen irgendwie immer wieder zu diesen Wurzeln zurückkehren lässt. Auch wenn die Wurzeln nicht immer schön waren, sie gehören doch zu dem Päckchen, was uns prägt und was wir alle ein Leben lang mit uns herumtragen. Das ist ein schönes Gefühl, es macht mich fast ein wenig euphorisch, während ich so dastehe und mich nicht sattsehen kann.

Wir treffen den ein oder anderen Lehrer und wir sind wahnsinnig aufgeregt, ob man uns noch kennt, uns noch erkennt. Aber wir wollen es wissen. Man erkennt uns noch, nur unsere Namen sind zum Teil vergessen. Aber das macht nichts. Die Gesprächsthemen sind schnell dieselben wie früher, sie schwanken zwischen der Erkenntnis, wie wunderbar es doch ist, die Illias und die Odyssee im Original auf Griechisch lesen zu können ;) und leicht angestaubten Lebensweisheiten. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist und bleibt immer ein Schüler-Lehrer-Verhältnis, auch sieben Jahre später. Aber das erstaunt mich wenig, vielmehr amüsiert es mich. Vielleicht aufgrund der zwei Mädchenbiere, die ich bereits getrunken hate?

Die Band spielt dieselben Lieder wie auch damals auf den Sommerfesten zu unserer Zeit, dieselben Schüler-Gassenhauer, „In München steht ein Hofbräuhaus“, „Ring of Fire“, „Californication“, alles bekannt und etliche Male dazu abgerockt. Die Musikauswahl danach allerdings lässt mir die Haare zu Berge stehen. Sehr technolastig, sehr laut, sehr modern. Und so bleibt die Erkenntnis: Das Wesentliche hat sich nicht geändert, wann immer wir auch an diesen Art zurückkommen. Und dennoch: Es läuft ein anderer Takt, ein Takt, bei dem ich nicht mehr dabei bin. Wir nicht mehr dabei sind.

(Frau Tunnisianna, was meinen Sie? Soll ich dieses Geschreibsel – leicht geändert – bis zum 15. September noch abgeben bei Sie wissen schon wem? Mich juckt es ja fast schon in den Fingern, nach dem Motto: Jetzt erst recht. :) ;) )

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Ein Sommer(nachts)traum

Juli 26, 2009 · 3 Kommentare

Bilder von einem phantastischen Wochenende:

Samstag nachmittag in einer Geisterstadt voller Skelette, Vampire, Hexen, Schlossgespenster und Geisterjäger im Kinderzirkus „Trau Dich“ gewesen. Unglaublich, was diese Kinder nach nur ein paar Wochen Üben auf die Beine, auf die Bälle, Stelzen, Einräder oder was auch immer gestellt haben!

Samstag abend, wunderbares Essen beim Lieblingsitaliener und ein Sommernachtstraum

(Wir waren nicht bereit, 16 Euro Eintritt zu zahlen, um uns dann von 50.000 Menschen totquetschen zu lassen, haben aber dann doch noch ein erhöhtes Plätzchen gefunden, um das Spektakel aus der Ferne zu beobachten.)

Heute nachmittag: Lauschiges, extrem kuscheliges Plätzchen hinter der Bootshütte am Weßlinger See, viel geschwommen, viel Sonne, Kuchen, Eis, wunderbarst!

So darf das gerne die nächsten vier Wochen weitergehen!

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Gilt immer noch

Juni 29, 2009 · Kommentar schreiben

Anderen Menschen – und noch dazu lieben Freunden – zu helfen lenkt gar hörrlichst von den eigenen Problemen ab. Gilt immer noch und immer wieder und daher im Hause Ansku immer wieder ein gern beherzigtes Leitmotiv. ;)

Und obendrauf darf ich jetzt hier für ein paar Tage echtes 2er-WG-Feeling erleben mit der allerliebsten Freundin. Ich und Du. Hach. Wie grandios.

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Sommerzeit – Urlaubszeit

Juni 21, 2009 · 4 Kommentare

Gerade in der neuen NEON hab ich einen Artikel über Urlaubsplanung gelesen. Neben der Tatsache, dass es sehr wichtig ist, mit wem man in welcher Lebenssituation und zu welchem Zweck (Entspannung, Abenteuer, Erweiterung des Horizontes) in Urlaub fährt, gibt es auch ein Interview mit dem Philosophen Alain de Botton, welches bei mir gleich 10 Kronleuchter aufgehen liess.

Wenn ich in Urlaub fahre, dann freue ich mich wochenlang darauf, plane, träume und fange bereits eine halbe Woche vorher an zu packen. Je näher das Ereignis, der Tag der Abreise aber rückt, desto nervöser werde ich und möchte das Ganze am liebsten wieder absagen. Der Gedanke, von zu Hause wegzufahren, in fremden Betten zu schlafen, mich in einer unbekannten Umgebung zu orientieren, verursacht bei mir nicht Erholung und Labamba-Urlaubsfeeling, sondern Stress pur. Spätestens, wenn ich an der Haustür stehe, bin ich manchmal sogar kurz vorm Heulen und komme mir dabei vor wie ein kleines, unsicheres Kind. Klar, ich liebe es zu verreisen: Es erweitert den Horizont ungemein. Ein bisschen aussteigen hin und wieder ist sehr wichtig, um sich wieder zu sameln. Ich gehöre noch nicht einmal zu den Leuten, für die das Packen eine unüberwindbare Schwierigkeit dastellt (es sei denn, man reist im März quer durch Deutschland oder im April nach Finnland und muss aufgrund der unsicheren Wetterverhältnisse seinen kompletten Kleiderschrank inkl. Wintermantel und Sommerrock in einen Koffer pressen). Sobald ich dann auch am Urlaubsort angekommen bin, ist eigentlich auch alles wieder gut und ich schaffe es auch, zu entspannen. Aber ich gebe auch ehrlich zu, dass für mich manchmal der entspannteste Urlaub auf dem heimischen Balkon stattfindet. Denn Verreisen bedeutet Stress.

Warum ist das so? Lange Jahre hab ich mich beobachtet und mich doch sehrst gewundert über diese komische Stubenhocker-Ansku, die ich doch eigentlich nicht bin. Oder etwa doch??? Oder werd ich alt? Zuerst dachte ich, so ein bisschen Vermeiderle sind wir doch alle, zumal das Phänomen ja auch nicht in anderen Situationen ganz unbekannt ist. Dann dachte ich, ich bin wahrscheinlich der langweiligste Mensch der größte Nesthocker und Faulpelz südlich des Polarkreises und dass alleine meine Lethargie mich daran hindert, abenteuerlistig und volle Elan in den Urlaub zu starten. Heute dann hab ich mir beim Lesen des besagten Artikels ersteinmal ordentlich an die Stirn geklatscht. Herr de Botton erzählt uns nämlich, der Mensch ist nicht zum Reisen gemacht. Es ist schwierig, das Bekannte und Gewohnte zu verlassen und sich auf eine unsichere Reise zu machen. Laut Herrn de Botton erhöht sich der Stresspegel bereits, wenn man nicht in die Stammkneipe an die Ecke geht, sondern in die eine Straße weiter. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und auch von seinen Grundanlagen her kein Normade. Das bemerken wir besonders bei der Abreise und sind dann enttäuscht über die getrübte Urlaubsvorfreude. Verreisen mit Freunden kann in dieser Situation ein Stück Heimat und Sicherheit „to go“ darstellen, die größeren Entwicklungsschritte und Entdeckungen auch an sich selbst macht man jedoch, wenn man alleine verreist.

Das ist des Rätsels Lösung und ich kann mich also jetzt in aller Ruhe daran machen, neue Urlaubspläne zu schmieden. Ich möchte nämlich unbedingt endlich einmal wieder nach Bella Italia. Wer kommt mit?

Kategorien: Frau Ansku · reisereise
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Juni 20, 2009 · 2 Kommentare

Mein Leben ist wunderbar. So spannend, knackig und knusprig, genauso wie’s sein soll. :)

Kategorien: Frau Ansku · Modus
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