Bewegtes und Bewegendes

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Fröhliche Adventszeit!

November 28, 2009 · 5 Kommentare

Ich hab mich die ganzen letzten Wochen wie verrückt auf die Adventszeit, dieses Jahr noch mehr als sonst. Auf den Duft von Plätzchen, Glühwein und Tannenzweigen. Auf die vielen Lichter und die Tannenbäume und auf die Schokofrüchte vom Weihnachtsmarkt.

Und jetzt ist es da, da erste Adventswochenende. Die Sonne strahlt rechtzeitig zum Samstag vom blauen Himmel und ich warte auf das heutige Highlight: Ein Treffen heute nachmittag mit einer meiner Finnischlehrerinnen aus dem Sommersprachkurs, den ich vor viereinhalb Jahren in Kuopio (Mittelfinnland) gemacht habe. Der Zufall will es, dass meine Lehrerin dieses Wochenende in der Stadt ist und ich freu mich jetzt unglaublich, sie nach so langer Zeit wiederzusehen. Auch so ein Lichtblick im November. ;)

Ich wünsche allen eine fröhliche, besinnliche, gemütlich und plätzchenreiche Adventszeit!

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Geständnis

Oktober 21, 2009 · 6 Kommentare

Ich muss Ihnen ein Geständnis machen, besonders der Frau Puppe.

Ich hab hier ein Hörbuch, das ist auf Finnisch. Ich habe das Buch als normales Buch und als Hörbuch vor ewigen Zeiten mal geschenkt bekommen. Als ebenfalls eingeschworene Hörbuchhasserin habe ich damals natürlich das Buch gelesen und das Hörbuch ganz weit hinten in den Schrank gestecktt. Irgendwann vor ein paar Wochen fiel es mir beim Aufräumen wieder in die Hände. Von den Hörspielen der Frau June, die ich im Sommer oft auf einer Wiese liegend und vor mich hin träumend hörte, angefixt legte ich eine CD in den CD-Player und lauschte. Und fand das wie schon die Hörspiele eigentlich ganz nett. Spontan dachte ich mir, das wäre vielleicht mal etwas für längere Bahnfahrten und überspielte die CDs auf meinen EmPeDrei-Player. Da blieben sie jedoch vorerst, weitestgehend ungehört.

Seit Montag fahre ich 4 mal pro Woche morgens zu sehr unstudentischen Zeiten ;) 50 Minuten zur Arbeit und bin schon froh, wenn ich meinen Kaffee in der Hand festhalten kann. Ein Buch zu halten geht da leider nicht mehr, noch weniger es zu lesen, wenn ich schon selber kaum aus den Augen blicken kann. ;) Und deshalb finde ich das ganz praktisch, morgens noch halb im Land der Träume, einfach nur dazusitzen und einer Geschichte zu lauschen.

Eine weitere Situation in der ich Hörbücher inzwischen ganz praktisch finde, ist beim Spazierengehen. Manchmal werde ich aus heiterem Himmel einfach so unruhig, dass ich rausmuss und eine halbe Stunde oder Stunde spazierengehen muss. Und gestern, auf dem Spaziergang von der U-Bahn nach Hause ist es passiert, dass ich mir einfach die Kopfhörer in die Ohren gesteckt habe und mein Hörbuch weitergehört habe. Ich gehe gerne spazieren, dabei kann ich gar wunderbarst abschalten, aber auch wunderbarst nachdenken. Beim Spazierengehen liest es sich aber leider etwas schlecht, aber ich kann trotzdem nebenher eine Geschichte hören und man kann auch ganz fantastisch dazu die Gedanken schweifen lassen. Das ist genauso entspannend wie Spazierengehen und Musik hören und die Gedanken schweifen lassen. (Spazierengehen ist eigentlich immer entspannend. Ich kann auch beim Spazierengehen essen und es hat für mich überhaupt nichts mit Hektik zu tun, eher im Gegenteil. Ich mache am Wochenende manchmal einen Spaziergang zum Bäcker, hole mir ein Frühstück und verzehre es meistens bereits auf dem Heimweg, während ich die Natur betrachte und mich an der frisch, unschuldigen Morgenstimmung erfreue. Frühstück in der Natur sozusagen. Klingt komisch, ist aber so.)

Außerdem hat das Hörbuch in einer Fremdsprache den Vorteil, dass es das Hörverständnis in der Sprache schult. Deshalb finde ich für mich inzwischen Hörbücher in einigen Situationen ganz praktisch. Bin stark versucht, mir von irgendjemandem demnächst ein weiteres Hörbuch aus Finnland mitbringen oder schicken zu lassen.

Mittags auf dem Heimweg und abends möchte ich dann aber bitte wieder Papier und Seitenrascheln und Sätze so betonen, wie ich es mir vorstelle. Denn da sind wir uns doch alle einig: Ein Hörbuch kann niemals ein richtiges Buch ersetzen.

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VHS

Oktober 8, 2009 · 9 Kommentare

Ich nehm alles zurück, was ich jemals über VHS-Sprachkurse gesagt habe! Mein Türkischlehrer ist genauso wie ich der Ansicht, dass man Grammtik eigentlich quasi von selbst lernt – insbesondere bei einer agglutinierenden Sprache, wo die verschiedenen Endungen einfach alle hinters Wort gesetzt werden:

ev : Haus

ev – ler : die Häuser

ev – ler – im : meine Häuser

ev – ler – im – de : in meinen Häusern.

Das was wir also im Kurs üben müssen, sind die Vokabeln und das Sprechen. Phantastisch, der Mann hat Ahnung! Und so hab ich gestern höchstens zwischendurch 10 Minuten Aussprache geübt und mal eben entspannt gelernt, jemanden zu Begrüßen, zu Verabschieden, mich vorzustellen,  die Zahlen bis 10 (die ich mir bisher nie merken konnte, jetzt kann ich sie!), mich zu erkundigen, wie dies oder jenes heißt, und einige Wörterchen wie bisikli, atobüs, tren, ekmek, masa (na, wer errät’s? ;) ) und noch einige andere.

Wenn das so weitergeht, blog ich hier im November auf Türkisch. Mal sehen, was da noch so kommt. Isch freu misch riesisch!

(Dafür muss ich mir jetzt Gedanken über meinen eigenen Unterricht machen, ich habe seit letzter Woche wieder eine Finnischschülerin und werde ihr heute das Grauen aller Finnischlernenden, den Partitiv beibringen dürfen. Ich kann den doch selber auch nach 5 Jahren noch nicht richtig benutzen. Als ich das Angebot annahm, bekam ich die Information, dass sie schon etwas mehr kann als mein letzter Schüler, aber ich muss zum größten Teil nur ganz einfache Dinge wie z.B. die Zeiten beim Verb unterrichten. Tja, nein. Soweit waren wir im Lehrbuch dann doch noch nicht. Jetzt dann also Partitiv. Höh.)

Und morgen dann wieder Ungarisch beim Kaffeetrinken mit meiner liebsten Ungarischlehrerinfreundin.

Sprachverwörrung delüxe! :)

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Ein neues Spiel

Oktober 5, 2009 · 3 Kommentare

Heute ausprobiert: Mölkky

Mölkky stammt aus Finnland und steht nicht zuletzt deswegen seit einiger Zeit bei uns Finnougristen hoch im Kurs. Die Auswahl unserer besten Spieler Unser Team war sogar schon im Juni bei den deutschen Mölkky-Meisterschaften in Nürnberg – mehr oder weniger erfolgreich. ;) Heute hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, mein mangelndes Werf-Talent unter Beweis zu stellen mich als Holzklotzwerferin zu versuchen einer Mölkky-Session mitzuerleben.

Es gibt 12 kleine Holzklötzchen, die jeder eine Nummer tragen. Diese Klötzchen werden am Anfang des Spiels aufgestellt, nämlich so:

Dann nimmt einer der Spieler das Wurfholz in die Hand und wirft ähnlich wie beim Kegeln wild drauflos auf die Klötzchen.

Die umfallenden Klötzchen werden dann folgendermaßen gezählt: Fällt nur ein Klötzchen, so zählt die Zahl, die auf dem Klötzchen steht. Fallen mehrere Klötzchen, so zählt die Anzahl der gefallenen Klötzchen. Obwohl hier im Bild beispielsweise die 7 und die 9 (hinten) umgefallen sind, gibt es hierfür nur 2 Punkte, weil nur zwei Hölzchen umgefallen sind. Klötzchen, die auf anderen Klötzchen zum Liegen kommen, zählen nicht als gefallen.

Dann werden alle umgefallenen Klötzchen auch das hinter der 12! wieder aufgestellt und zwar genau an der Stelle, wo sie zum Liegen kommen, dadurch ergibt sich dann diese „Streuung“ wie hier im Bild, die es im Verlauf des Spiels etwas leichter macht, einzelne Hölzchen zu treffen. Aber auch nur etwas leichter. ;)

Danach ist der nächste Spieler dran mit Werfen. Gewonnen hat der Spieler, der als erstes GENAU 50 Punkte erreicht, wer die 50 Punkte überschreitet, fällt zurück auf 25 Punkte.

Mir hat es obwohl ich wirklich mit einem beneidenswerten Talent, daneben zu werfen gesegnet bin und daher solche Spiele normalerweise eher meide,  wirklich großen Spaß gemacht und die nächste Saison vergeht sicherlich nicht mehr ohne mich.

Ach ja, und wer das auch mal ausprobieren möchte, kann sich das Spiel entweder in Eigenregie herstellen – einfach zwölf Holzklötze zurechtschneiden und Zahlen obendrauf plus ein rundes Wurfholz – oder im Internet bestellen.

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Äitiiiiiiiiii!!!

August 7, 2009 · Kommentar schreiben

Heute hab ich meinem Finnischschüler das Wort für Mutter beigebracht: Äiti. (Das ‘äi’ wird etwa wie „ai“ ausgesprochen.) Hat also an sich sehr wenig Ähnlichkeit mit sämtlichen europäischen Wörtern für Mutter, Mama, mother, maman usw. und es ist auch um einges durchdringender und markanter (wie hier schoneinmal bemerkt auch auf der Straße). Ist ja auch klar, schließlich haben die Vokale a und i eine sehr hohe Sonorität.

Während ich also heute so dasitze und äiti und isä (Vater) unterrichte, fiel mir ein, dass auch damals während meines Praktikums im Kindergarten in Finnland meine Ohren bereits leidliche Erfahrungen mit dieser Durchdringlichkeit von äiti gemacht haben: Natürlich hatten wir während der Eingewöhnungsphase auch mehrere Kinder, denen die Trennung von der Mutter sehr schwer gefallen ist, die auf den Arm genommen werden und getröstet werden mussten. Dabei stellt sich für Frau Ansku schnell eine schmerzhafte Erkenntnis heraus: Ein Kleinkind, welches weinend auf Deinem Arm hängt und sehr leidvoll nach seiner Mutter weint und direkt neben Deinem Ohr brüllt: ÄÄÄÄÄIIIIITIIIIII!!!!!! kann ganz schön das Trommelfell zum Schlackern bringen. Mehrmals tönten mir nach so einem inbrünstigen. durch Mark und Bein gehenden Schrei danach regelrecht die Ohren, fast dass sie richtige geschmerzt haben. Im Vergleich dazu fand ich Mamamamamama-weinende Kinder hier in der Krippe in Deutschland immer geradezu angenehm, aber auch nur im Vergleich dazu. ;)

Fazit: Finnische Mütter und Erzieher müssen meiner Ansicht nach sehr sehr stabile und intakte Ohren haben. Und regelmäßige Hörtests.

(Mein Beitrag zur aktuellen Diskussion Gesundheitsschutz für Erzieherinnen. :) )

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Estnisch

Juni 23, 2009 · 7 Kommentare

Heute in der Estnischstunde:

* „kuuuurijate töööö jäääärel“ bedeutet ‘eine Arbeitsnacht von Mondforschern am Eisrand’.

(wer genauer wissen will, woher das jetzt kommt, es sind einfach alles zusammengesetzte Wörter mit langen Vokalen. :lol: Hier genauer aufgedröselt: kuu = Mond (auf Finnisch übrigens genauso kuu), uurija = Arbeiter, töö = Arbeit (auf finnisch työ), öö = Nacht (auf Finnisch ), jää = Eis (auf Finnisch ebenfalls jää) und äärel = am Rande (finnisch ääressä = neben). ;)

* Mögliche Diphtonge im Estnischen (Dozentin liest vor): ea, oa, öa, õa, ae, oe, öe, äe, õe, ai, ei, ui, oi, öi, öi, õi, ao, eo, öo, äo, au, iu, ou, öu, äu, (+ nur in Fremdwörtern) uo, ua, ue, üo, üa, üe, eu, io, ia, ie;

Darauf die Feststellung einer Studentin: ‘Drei Chinesen mit dem Kontrabass’ muss aber auf Estnisch ziemlich lustig sein…

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Je näher

Juni 19, 2009 · 8 Kommentare

Juhannus/ Mittsommer/ Midsommar rückt, desto größer wird das Fernweh Richtung Norden. Auch und gerade wenn die äußeren Bedingungen nicht wirklich berauschend sind!

Was wirklich zählt, sind schließlich die Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten. ;)

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Helsinki ‘09 – Begruessung II

April 24, 2009 · 3 Kommentare

Also liebe Marimekkos,

das wär aber nicht nötig gewesen, dass Ihr extra nur wegen mir, weil ich endlich wieder in Finnland bin, gleich heute und morgen einen ystävämyynti, einen „Freundesverkauf“ (= eine Art Aus- /Schlussverkauf) veranstaltet.

Ja!!! Ja, ich will Eure Freundin sein! Vielen Dank, ich bin sehr geruehrt und bin dann mal beim Shoppen.

:D ;)

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Helsinki ‘09 – So Dinge

April 24, 2009 · 3 Kommentare

Dinge, die mich auch nach vier Jahren Finnland und etlichen Besuchen immer noch erstaunen und/ oder verwirren.

* Dass Spannbetttuecher es immer noch nicht bis nach Finnland geschafft haben. Scheint ein Fremdwort zu sein, dabei ist das doch so eine tolle Erfindung.

* Dass die Zuege, also zumindest die Nahverkehrszuege hier in Helsinki, Linksverkehr fahren, obwohl ansonsten in Finnland ganz normal Rechtsverkehr gilt. Besonders nervig, wenn man ueber eine Bruecke zum Bahnsteig geht und grundsätzlich nach rechts schaut, ob der Zug kommt und sich denkt „Oh, hab ja noch Zeit.“ und dann guckt man zufällig nach links und da steht das Ding schon längst am Bahnsteig.

* finnische Lebensmittelpreise. Das ist so eine Sache, die mich eigentlich nicht mehr erstaunen sollte, aber die muessen seit letztem Jahr nochmal um 50% gestiegen sein

* Dass es, wenn man durch den Supermarkt geht, etwa 10 verschiedene Begriffe fuer Aufläufe, Eintopf o.ä. gibt, die letztendlich doch alle fast mehr oder weniger dasselbe bedeuten beinhalten: pata, vuoka, kiusaus, laatikko, sose, viilokki, ruukku, alles irgendetwas Zusammengemischtes und Zusammengematschtes.

Dinge, die mich nach vier Jahren Finnland und etlichen Besuchen absolut nicht mehr erstaunen:

* Die Stille in Bussen und Bahnen, dass kaum jemand spricht

* Dass im Fernsehen in Diskussionsrunden zivilisiert und höflich diskutiert wird und man einander aussprechen lässt.

* Dass das finnische Fernsehprogramm im Allgemeinen zu wuenschen uebrig lässt (sagt auch meine Vermieterin, die muss es ja wissen).

* Der Hinweis allerorten, dass die Wettervorhersage fuer Vappu (1.Mai) zwar schlecht sei, aber man dieser ja nur zu 50 % trauen darf.

* Dass ich zum 100. Mal vergesse, im Supermarkt Obst und Gemuese zu wiegen…

* Dass ueberall in Helsinki, egal wo und wie weit vom Meer entfernt man ist, die Möwen kreischen und ich morgens von Möwengeschrei aufwache. Wunderschön. :)

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Helsinki `09

April 22, 2009 · 14 Kommentare

Ich heule jedesmal, wenn ich in Helsinki ankomme und jedes Mal, wenn ich wieder von Helsinki wegmuss. Warum kann ich nicht so ganz genau erklären, das ist irgendwie so ein Gefuehl von Heimat und gleichzeitig von Zerrissenheit, das ist so unglaublich, dass es mich packt, durchschuettelt und mir fast den Atem nimmt, aber ich fuerchte, das wird sich in diesem Leben nicht mehr ändern.

Und dann hat meine ehemalige Vermieterin, bei der ich 2006 vier Monate gewohnt habe und bei der ich jetzt netterweise zwei Monate Wochen in „meinem“ alten Zimmer wohnen darf, gestern als sie mir den Wohnungsschluessel uebergeben hat, noch gesagt

„Nyt sulla on koti taas.“

‘Jetzt hast Du wieder ein Zuhause.’

:)

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Hei hei!

April 20, 2009 · 9 Kommentare

Ich bin schon wieder krank und definitiv urlaubsreif dann mal für zwei Wochen in Finnland. Machen Sie es gut, haben Sie eine schöne Zeit und bleiben Sie anständig.

Isch freu misch riesisch.

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Vorfreude II

April 18, 2009 · Kommentar schreiben

Ich hab den ernsthaften Verdacht, dass die Fluggesellschaft meines Vertrauens, die mich Dienstag hoffentlich sicher nach Helsinki fliegt *bibber*zitter*, meinen Blog liest und von meiner Vorfreude gelesen hat, denn ich hab grade eine Mail mit Fluginformationen, Wettervorhersage und allerhand weiteren Infos bekommen. Kannte ich bisher gar nicht, so einen Service. ;)

Und jetzt freu ich mich noch mehr!

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Vorfreude

April 17, 2009 · 5 Kommentare

ist, wenn man die Augen schließt und sich vorstellt, wie man nächste Woche Dienstag das geliebte Helsinki und all die lieben Freunde dort wiedersieht, und wenn einen alleine schon beim Gedanken daran am ganzen Körper so ein warmes Schaudern erfasst.

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Vorfreude für zwei

Februar 25, 2009 · 7 Kommentare

Ich sollte öfters früh morgens die Lufthansa überlisten eine Reise nach Finnland buchen, danach hat man den ganzen Tag so umwerfend gute Laune und ständig ein Lied auf den Lippen und auch die blödeste Büroziege und dummste, monotonste Arbeit kann einen nicht mehr umwerfen. :)

Ich freue mich so, ich bin heute schon ganz hibbelig, wenn ich nur daran denke und dabei sind es noch zwei Monate bis zur Reise. Ich kann fast gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, denn dann müsste ich das Wort Heimweh verwenden und das traue ich mich bis heute nicht so recht, obwohl es das Gefühl schon irgendwie trifft. Finnland, meine Freunde dort, Helsinki, das Meer, die Wälder, Frühling…

Wer mit mir träumen will, hier ist schonmal ein Bild von meinem Lieblingsort in Helsinki. Das ist – wohlgemerkt – mitten in der Stadt, aber es ist (bisher) der einzige Ort, wo ich unruhiger Geist einfach nur auf den Felsen sitzen kann und aufs Meer starren und einfach nur sein kann. Und das trifft es auch irgendwie, das Gefühl.

helsinki2008

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Hassliebe

Februar 24, 2009 · 8 Kommentare

Mit dieser einen finnischen Krimiserie, da verbindet mich so eine Hassliebe.

Der finnische Markt für Krimis ist sehr groß und unübersichtlich, aber es gibt da so eine Art Klassiker, das ist die Maria Kallio-Serie von Leena Lehtolainen. Die Hauptfigur der Serie ist Maria Kallio, eine Komissarin, die der Leser im Laufe der Serie durch sämtliche Höhen und Tiefen der Polizeiarbeit und auf ihrer stetig ansteigenden Karriereleiter begleiten darf.

Ich muss zugeben, dass die Fälle interessant und auch abwechslungsreich sind. Ich mag den Schreibstil von Leena Lehtolainen der ist sogar für mein beschränktes finnisches Vokabular verständlich. Aber eines nervt ganz unglaublich schröckelisch. Ich kann Maria Kallio manchmal nicht ausstehen, weil sie so eine Art moderne Superwoman ist:  Die perfekte Komissarin, die immer den passenden Einfall hat. Die perfekte, liebende Ehefrau, die leider wegen ihrer ach so aufreibenden Arbeit in Band neun eine Ehekrise durchleben musste, diese aber natürlich gemeistert hat und jetzt ist wieder alles FriedeFreundeEierkuchen. Eine treusorgende Mutter, die aber bedauerlicherweise immer wieder der Arbeit wegen gezwungen ist, Abstriche bei ihrer Familie zu machen. Die beste Freundin, die man sich vorstellen kann, die es trotz allem immer noch schafft, ihre Freunde nicht zu vernachlässigen… Hä? Musikalisch, witzig, sportlich, intelligent, beliebt – bis auf die zahlreichen Neider, die sie natürlich hat haben muss – und so weiter und so fort. Außerdem nervt mich regelmäßig, wie „konstruiert“ die Bücher geschrieben sind, so kommt z.B. am Ende eines Kapitels eine Szene, wo Maria endlich nach unzähligen Stunden Arbeit und drei gelösten Mordfällen gemütlich zu Hause bei ihrer Familie entspannt und PLÖTZLICH um zehn Uhr abends klingelt das Telefon und es kommt irgendeine schlimme Nachricht. Und das passiert am Ende jedes, wirklich jedes Kapitels.

Aber es holt mich trotz allem immer wieder ein. Ich kann es nicht lassen, ich muss wissen, wie es mit Maria weitergeht und ich muss jedes Mal, wenn ich nach Finnland fahre, ein neues Buch aus der Serie kaufen, und ich musste mir auch jetzt den allerneuesten Band, der so neu ist, dass es ihn noch nicht einmal als Taschenbuch gibt, nur als extrem teures Hardcover, aus Finnland mitbringen lassen.

(Gibt’s übrigens auch auf deutsch übersetzt.)

Und jetzt sitze ich wieder hier und kann wieder nicht aufhören zu lesen und finde das alles wieder wahnsinnig spannend und winde mich wieder am Ende eines jeden Kapitels vor soviel Perfektheit und Konstruiertheit und frage mich wieder und wieder, wer eigentlich in einem Krimi so einen gesülzten Scheisselkram braucht? Tja, ich wohl.

Hat hier noch jemand so eine Figur, für die er so eine Hassliebe empfindet?

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Eine Liebeserklärung

Januar 29, 2009 · 2 Kommentare

ans Institut und ein dickes, klebriges, süßes Dankeschön an die Dozenten!

institutskakku

Heute Magisterumtrunk und durch Zufall waren gerade auch ein paar lange nicht gesehene Ehemalige da, eine davon mit vor einem Monat geschlüpften Baby. Sooo schön war das! Und auch ein bisschen wehmütig – sowohl für Studenten als auch für die Dozenten, die ihre „Küken“ in die große weite Welt entlassen. :)

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Ätschbätsch II

Januar 27, 2009 · 3 Kommentare

Ich löse auf und erlöse Klein-Bloggersdorf von der Spannung: Ja, eine Prüfung fehlt mir noch. Das ist eine ganz besondere Prüfung, auch wenn sie nichts mehr mit meinem Abschluss zu tun hat, der ist in der Tasche und damit feddisch!

Es handelt sich um die Ungarisch-Sprachprüfung. Das ist eine institutsinterne Prüfung und ich müsste die eigentlich gar nicht machen, weil ich Finnougristik nur als Nebenfach studiere studiert habe und damals als „meine“ Sprache Finnisch gewählt habe. Die Sprachprüfung, die nach der Absolvierung aller vier Sprachkurse folgt, musste ich machen und hab das auch schon vor Ewigkeiten und ohne Probleme hinter mich gebracht. Aber wenn man dann so ein komischer Sprachwissenschaftler ist, dann ist man doch irgendwann neugierig auf die „andere“ Sprache und so fing ich an, auch die Ungarisch-Kurse mitzumachen. Erst einen, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht die Sprachprüfung vor der Tür. Und wenn man dann die wirklich allerliebste und tollste Ungarischlehrerin-Freundin der Welt hat, dann ist es irgendwie eine Ehrensache, dass man auch die Sprachprüfung macht. Leider hab ich es damals nicht geschafft, zuerst kam Finnland, dann kamen die letzten Seminararbeiten, die geschrieben werden wollten, und dann natürlich die Magisterzeit. Und so hab ich damals feierlich versprochen, dass ich die Sprachprüfung auf alle Fälle irgendwann nachhole, bevor ich ganz verschwinde, und somit komme ich demnächst irgendwann in den Genuss eines “ magyar intenziv kurzus“ bei der liebsten Ungarischlehrerin-Freundin, um dann irgendwann mich dieser jetzt wirklich letzten Prüfung zu stellen. Ich halte meine Versprechen!

Die Prüfung ist aber wirklich nicht tragisch, es geht in erster Linie darum, dass man ein bisschen Konversation machen kann und dann geht es eh um grammatische Fragen. Das ist es dann schon.

Und um uns alle schonmal darauf einzustimmen, dass es hier demnächst auch etwas mehr Ungarisch-Blogcontent geben wirde – und über die Ungarn kann man mindestens genauso viele lustige Geschichten erzählen wie über die Finnen! – hier ein wunderbarer Ansku-Tune von der wunderbaren ungarischen Sängerin Magdolna Rúsza, die 2006 beim Grand Prix mit „Unsubstantial Blues“ antrat – ein unglaubliches Lied von einer unglaublichen Stimme, wie ich finde.

Und hier die ungarische Version „Aprócska blues“

Und jetzt sagen Sie, welche Version schöner ist, aber sagen Sie nichts falsches! ;) :lol:

So ist das. Ab jetzt also Ungarisch. Einige Leute können halt den Hals nie voll bekommen. ;)

(Und als ich gestern im Institut war, nur um Bücher zurückzugeben, da sagte man zu mir: „Ach, so wie ich Dich kenne, kannst Du Dich eh nicht von uns trennen und kommst uns sicherlich bald wieder besuchen…“)

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Ätschbätsch

Januar 26, 2009 · 4 Kommentare

Jetzt, wo ich hier so viele nette Glückwünsche zum Uniabschluss eingeheimst habe, könnte ich vielleicht auch mal so beiläufig erwähnen, dass das letzten Freitag gar nicht die letzte Prüfung meiner Unikarriere war… Es gibt da nämlich noch etwas sehr sehr wichtiges zu erledigen! :lol:

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Zahl des Tages III und vorbei.

Januar 23, 2009 · 20 Kommentare

zweikommanull – erleichtert – knallköpfig – traurig – begreifen – glücklich – müde – wehmütig – die Welt erobern – bewegungsfaul – ein kleines bisschen enttäuscht – voller alles – Abschiedsschmerz – nicht von dieser Welt – urlaubsreif – vorfreudig – alles egal – alles doof – reiselustig – noch nicht wieder im Hier und Jetzt – dankbar – currywurstig – entrückt – faul – ungläubig – feierlaunig – sehr sehr k.o. – Lust auf neues – völlig plemplem – Quatsch im Kopf – Zeit – angekommen – Danke für’s Daumendrücken, 1000 Dank!

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Und heute so.

Januar 23, 2009 · 7 Kommentare

Frühstücken mit Mama, dann in die Uni und der Professorin etwas über die Entstehung der finnischen Schriftsprache, etwas über verbale Kategorien und etwas über finnougrische Forschungsgeschichte erzählen. Dann sich an den Gedanken gewöhnen, dass es vorbei ist. Dann mit der liebsten Freundin mittagessen. Dann kleines süßes Baby von einer Freundin, die Beisitzerin in einer Prüfung spielen muss, bespaßen. Dann Zeit haben, wofür weiss ich noch nicht, aber endlich Zeit haben! Dann mit Frau Buchstäblich original westfälische Currywurst essen gehen (Dass es sowas tolles in dieser Stadt gibt!!). Dann Wochenende und vorbei und ganz viel Zeit haben.

Eine konsequente Steigerung durch den Tag hindurch – hoffe ich doch mal.

Und Sie? So?

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