Bewegtes und Bewegendes

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Dinge gibt’s…

November 20, 2009 · Kommentar schreiben

Wenn das Büro in der Privatvilla vom Chef ist, dann kann es schon mal passieren, dass man zur Arbeit kommt und plötzlich vor verschlossenen Türen steht.

So geschehen heute morgen. Der Plan war extra früh zu kommen und dafür auch eine halbe Stunde früher zu gehen, DENN immerhin erwartete mich heute nachmittag mein Zweitjob und ein kleiner Rest Besuchsputz, noch eine Menge Kleinkram und dies und das, was erledigt werden möchte. Also stand ich statt um 9 Uhr immerhin um kurz nach halb 9 vor der Haustür und klingelte. Als keiner öffnete, dachte ich noch, die Frau des Chefs bringt schnell die Kinder zur Schule und kauft noch schnell was ein oder so ähnlich. Leider öffnete um 9 Uhr immer noch niemand die Tür, ebensowenig um 9.15 Uhr. Der Chef war in London und auch per Handy nicht erreichbar. Das Problem an der Sache war, dass ich heute mein erstes selbstorganisiertes „meeting“ ;) hatte, eine Dame von einer Personalvermittlung wollte um 10 Uhr kommen. Als es langsam auf 9.30 Uhr zuging und ich immer noch (bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad immerhin nicht unangenehm, dafür leider mit voller Blase) vor der Haustür stand, rief ich den weltbesten Vater an und bat ihn, mir im Internet die Nummer der Dame herauszusuchen. Natürlich zu spät, sie war bereits nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz. Dennoch regten sich in mir leise Hoffnungen, dass das Treffen nicht zustande kommen würde und ich, wenn weiterhin keiner im Haus anzutreffen ist, ja doch vielleicht gehen könnte.

Also wartete ich und wenige Minuten nach 10 Uhr betrat tatsächlich eine junge Dame, kaum älter als ich das Grundstück. Sie fragte mich dann, ob wir nicht auch das bei einem Kaffee besprechen könnten, sie könnte mir ja die Arbeitsweise der Personalvermittlung auch in einem Café erklären. Notgedrungen willigte ich ein und wir machten uns auf die Suche nach einem Café. Das Gespräch selber dauerte nicht lange, in etwa so lange wie die Suche nach einem Café in einem Münchner Vorort auch deshalb, weil ich nur sehr lückenhaft Auskunft geben konnte, was genau wir suchen, nur was wir NICHT suchen. ;)

Da das Auto der Dame aber immer noch vor dem Haus des Chefs stand, begleitete ich sie zurück. Gerne hätte ich mich einfach an der Abzweigung zur S-Bahn-Haltestelle verabschiedet, aber das wäre irgendwie zu peinlich gewesen und so ging ich nochmal zum Haus zurück, wo ich dann ganz zufällig vor dem Haus die Frau des Chefs antraf. Sie entschuldigte sich auch mehrmals, dass ich vor verschlossenen Türen gestanden hatte. Die Ursache des Ganzen war, dass sie dachte, dass ich jeden Tag um 8 Uhr anfange und um 8.20 Uhr, als ich nicht da war, das Haus verlassen hatte.

Also ging ich wohl oder übel hoch ins Büro. Inzwischen war es fast 11 Uhr und ich hatte den festen Vorsatz, trotzdem früher zu gehen, weil ich ja auch früher gekommen war und meine Schuld war diese Verzögerung nicht. Im Gegenteil, ich finde es sehr sehr nett von mir, dass ich über eine Stunde dort gewartet habe. Ich erledigte also peu a peu meine Aufgaben, besonders viel war es heute nicht einmal. Ich fing an, die Minuten zu zählen…

Und jetzt raten Sie mal, was passierte: Genau, wenige Minuten vor 12 Uhr rief mein Chef aus London an.

„Frau Ansku, können Sie mal bitte meinen Boarding Pass ausdrucken und nach London faxen. Und wenn Sie schon dabei sind, dann können Sie auch gleich noch den Terminkalender für meine Meetings heute mit folgenden Adressen (…*diktiert Adressen*…) aktualisieren und ebenfalls faxen. Außerdem muss ich noch wissen, wie ich zum nächsten Meeting komme, welche U-Bahn-Station ist da die nächste? Die Faxnummer ist 0044-123455677 und bitte verwenden Sie ein ausgefülltes „cover sheet“! Was ist mit dem Termin mit meinem Bewerber heute um 17 Uhr? Noch keine Bestätigung da? (nach längerem Suchen findet selbige sich um Posteingang des Chefs) Rufen Sie den an und klären Sie, wo wir uns treffen. Wie, Sie erreichen den nicht? Dann schreiben Sie ihm eine Email und eine SMS…“

Gegangen bin ich dann 20 Minuten später als meine eigentliche Arbeitszeit endet, 13.20 Uhr.

So ein verrückter Tag. Ich bin wohl eindeutig zu nett und zu pflichtbewusst, aber dafür weiss ich jetzt: Früher ins Büro zu gehen um schneller fertig zu werden lohnt sich nicht. Es sei denn, man ist scharf darauf, genau die Zeit, die man früher gehen wollte, an die eigentliche Arbeitszeit dranzuhängen. ;)

Morgen um 9 Uhr und keine Minute früher. Vielleicht steigen damit auch meine Chancen, pünktlich den Besuch empfangen zu können.

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Oktober 29, 2009 · 10 Kommentare

Habe mich soeben überwunden und endlich die beiden Säcke mit Kleidern, die ich im Frühjahr 2008 in einer großen Entrümpelungsaktion mit der liebsten Freundin aussortiert habe, zum Altkleidercontainer der *ähäm* neben unserer Eingangstür steht zu bringen. Nach anderthalb Jahren. Naja, das ist dann wohl auch so eine Macke von mir. Ich bin sehr gut im Aussortieren und und räume brav zweimal im Jahr meine Schränke auf, aber das Ausgeräumte und Entrümpelte liegt dann halt bisweilen mal eben solange bis es wieder Zeit wird für die nächste Entrümpelungsaktion anderthalb Jahre sorgfältig in Säcken verpackt hier herum…

Nun ja, immerhin komme ich jetzt wieder bis zu meinem Schreibtisch durch, der seit meinem Uniabschluss wahlweise als Puzzletisch oder als Müllablage zweckentfremdet war.

Und wenn ich mich hier so umsehe, dann schreit mein Kleiderschrank eigentlich mal wieder nach einer Entrümpelung…

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Vor dem Supermarkt

Oktober 5, 2009 · 12 Kommentare

Vorhin wollte ich auf dem Heimweg noch schnell eine Kleinigkeit vom Supermarkt holen. Es war gegen 19 Uhr und bereits dunkel, als ich auf den Supermarkt zulief. Einige Menschen strömten ebenfalls in den Supermarkt und erledigten ihren Feierabendeinkauf, an einer Säule kauerte ein Mann mit viel Gepäck und mittendrin vor dem Supermarkt standen zwei Kinder alleine, ein Junge in einem Buggy und ein Mädchen auf einem Fahrrad. Als ich näherkam, bemerkte ich, dass das Mädchen lauthals weinte. Ich sah genauer hin und konnte keine Mutter dazu entdecken, ich sah mich um, und konnte immer noch keine Mutter entdecken und auch niemanden sonst, der sich für die Kinder zu interessieren schien. Zunächst war ich völlig erstaunt über dieses Bild, sah mich nocheinmal um, die Mutter war immer noch nicht zu finden und so ging ich zu den Kindern hin, ging in die Hocke und fragte das Mädchen, ob sie auf ihre Mama wartete und als die Kleine dies bejahte, fragte ich, ob die Mama im Supermarkt ist. Als das Mädchen dies abermals bejahte, erklärte ich ihr, dass die Mama sicherlich gleich wiederkommt und fragte sie, ob sie möchte, dass ich so lange dableibe und mit ihr auf die Mama warte. Auf mein Angebot hin beruhigte sich die Kleine augenblicklich, hörte auf zu schluchzen und wir fingen an, uns sehr nett zu unterhalten. Ich erfuhr, wie alt sie (4) und ihr kleiner Bruder (2) sind und wie die beiden heißen. Der kleine Bruder, der bis dahin bemerkenswert still und cool in seinem Buggy gesessen hatte, schleuderte mir, als ich auch ihn begrüßte, ein fröhliches „Hi, ich bin der C.!“ entgegen, so dass ich herzhaft lachen musste. Beide Kinder fingen sofort sehr vertrauensvoll an, mir zu erzählen, dass die große Schwester schon in den Kindergarten geht und das Mädchen zeigte mir irgendein Buch/ eine DVD – so genau konnte ich das in der Dunkelheit nicht erkennen – dass sie auf dem Gepäckträger ihres Fahrrads mit sich herumfuhr.

Schließlich, nach knapp fünf Minuten, kam die Mutter wieder mit ein paar kleinen Einkäufen in der Hand. Ich erklärte ihr, dass ihre Tochter ziemlich arg geweint hatte und dass ich solange bei den Kindern geblieben war. Die Mutter bedankte sich bei mir, machte aber ansonsten keine Anstalten, noch ein weiteres Wort mit mir zu wechseln oder die Situation noch weiter zu klären und begann für die Kinder die beiden Apfelsaftflaschen, die sie aus dem Supermarkt mitgebracht hatte, zu öffnen. Also verabschiedete ich mich von den Kindern und von der Mutter und ging.

Nennt mich spiessig oder wie auch immer, aber ich find das irgendwie schlimm. Mir käme niemals im Leben in den Sinn, ein kleines Kind alleine vor dem Supermarkt stehen zu lassen, auch nicht „nur fünf Minuten“. Ich weiß nicht genau, wie das Zeitempfinden von 2- und 4-jährigen Kindern ist, aber ich vermute mal stark, dass es da relativ wenig Vorstellung von „nur mal fünf Minuten“ gibt, für Kinder vergeht die Zeit ja meistens viel langsamer als für uns. Nicht nur das, es gibt ja auch Leute, die bleiben nicht bei den Kindern um auf die Mutter zu warten, sondern die nehmen die Kinder mal eben mit!

Gibt mir zu denken, das Ganze.

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Geschnipseltes

Oktober 1, 2009 · 5 Kommentare

* Sikerült! [sprich: schikerült 'es ist geglückt'] Heute vormittag habe ich ein großes, vor langer Zeit gegebenes Versprechen eingelöst und meine vermutlich wirklich und endlich allerletzte Prüfung an der Uni bestanden, die Sprachprüfung für Ungarisch. Für die Prüfung gelernt habe ich hauptsächlich, in dem ich meiner Lehrerin und gleichzeitig lieben Freundin Emails auf Ungarisch geschrieben habe und dafür mein Wissen aus dem hintersten Gehirnstübchen hervorkramen musste. Auch wenn dabei eine Email gut und gerne mal eine Stunde gedauert hat, das System hat klasse funktioniert. Wirklich zu lernen angefangen habe ich dann in guter alter studentischer Tradition erst Montag, irgendwie klar, oder? Ich musste etwas smalltalken auf Ungarisch, nämlich über meine beste Freundin erzählen ohne den Namen zu nennen und meine Lehrerin musst raten, um wen es sich handelt. (Zitat „Wer fragt hier eigentlich wen???“ ;) ). Dann musste ich einen Text laut lesen und übersetzen, dazu noch ein paar Fragen zu grammatischen Konstruktionen, die im Text vorkamen beantworten und dann noch zwei Kärtchen ziehen, auf denen einzelne Grammatikthemen stehen, welche ich dann (auf Deutsch!!!) erklären musste. Das ganze hat etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert. Und dann wurde ich mit Lob und Schokolade überschüttet. Klasse, so mag ich Prüfungen!

* Keep up the traditions II! In guter alter studentischer Tradition war ich gestern abend mit Arbeitskollegen feiern, eigentlich wollten wir nur äthiopisch essen gehen, gelandet sind wir dann irgendwann um 21.30 doch auf der Wiesn. Keep up the traditions III! Außerdem bin ich natürlich – obwohl es nur so eine kleine, absolut nicht lebenswichtige Prüfung war – meiner persönlichen Tradition gefolgt, den Morgen vor der Prüfung auf dem Klo zu verbringen. Manche Dinge ändern sich eben nie.

* Nach mehr als drei Wochen hab ich wieder Internet hier in meiner Bude. Und wie ich seit gerade weiss, dauert es nur deshalb so lange, weil ich zu blöd war zu kapieren, dass das Netzwerk hier im Haus jetzt anders heißt und demnach auch noch die falschen Zugangsdaten für das alte Netzwerk hatte. Online war ich in der Zeit bei meinen Eltern. Das ist an und für sich kein Problem, meine Eltern wohnen 5 min. von hier entfernt, aber es war eine echte Belastungsprobe für die Mutter-Tochter-Beziehung, dieses ständige Aufeinanderhocken kann für beide Seiten ziemlich anstrengend sein und fordert sehr viel Verständnis für die Bedürfnisse des anderen. Anders, etwas unromantischer gesagt: Vermutlich ist es wie in jeder Mutter-Tochter-Beziehung, irgendwann muss eine Trennung her! Und es wurde mir mal wieder sehr deutlich vor Augen geführt, wie sehr und wie oft wir online sind, wofür man alles das Internet braucht und wie sehr es unser Leben beeinflusst. Da wäre z.B. die Tatsache, dass ich gerne abends noch schnell eine Email schreiben würde, die mir am nächsten Tag nur unnötig Zeit wegnimmt; da wäre z.B. die Tatsache, dass ich gerne ein Wort in einer Fremsprache im Online-Wörterbuch nachschauen würde, weil es schneller geht und aktueller ist als das alte Wörterbuch; da wäre z.B. die Tatsache, dass Online-Banking nicht gut funktioniert, wenn man die TAN-Nummern nicht mitgenommen hat usw. usw. Und da wäre z.B. auch die Tatsache, dass ich grundsätzlich sehr ungern alleine bin, also einen ganzen Tag alleine zu Hause und die Erkenntnis, dass das Internet mit Facebook, Blogs, Nachrichten und Skype & Co. doch irgendwie immer die schöne Illusion bietet, nicht alleine zu sein. Wenn ich an einem langweiligen Sonntag etwas blogge oder bei Facebook meinen Status ändere, kann ich davon ausgehen, dass irgendjemand darauf antworten wird. Meine Wände hier tun das nicht und leider auch ein Buch oder der Fernseher nicht. Eine schöne Illusion, eine praktische Illusion, die ich gerne noch etwas ausnutze. Aber man sollte sich doch bewusst sein, dass es eine Illusion ist. Dann hab ich damit auch kein Problem.

* Problem gelöst, mit diesem Programm hier. Funktioniert ganz hervorragend, das Programm analysiert zuerst die zu synchronisierenden Ordner und gibt dann eine Liste, welche Aktion es in der Synchronisation ausführen wird, welche Dateien wohin kopiert werden, welche Ordner neu erstellt werden usw. Dateien, die von einer aktuelleren Version überschrieben werden sollen, müssen dafür extra freigegeben werden. Sehr sicher und sehr einfach zu bedienen, auch für PC-Doofies wie mich! :)

*Friends-addicted, jetzt endgültig.

* Heute seit 2 Monaten auf Jobsuche und nach etlichen Gesprächen mit Freunden und Lehrern, viel Nachdenken und einigen Absagen ziemlich genauso schlau wie am 1.8.  Deshalb bin ich momentan etwas grantig traurig ratlos nicht gesellschaftsfähig regelmäßig einmal pro Tag entspannt am Ausflippen blogunlustig. Ich weiss, zwei Monate sind gar nichts, aber momentan liegen meine Nerven grad etwas blank. Wird schon wieder. Kein Grund zur Panik, höchstens für etwas weniger hier im Blog und etwas mehr Ruhe und Zeit für mich.

* Dienstag war ich für ein Vorstellungsgespräch hier. War auf alle Fälle etwas gruselig und ich war zugegebenermaßen nicht ganz undankbar, dass ich beim Heimweg um die bereits einfahrende S-Bahn zu erwischen ganz schnell an den Kerzen und Blumen, die man sonst nur im Fernsehen sieht, vorbeirennen musste und nur einen kurzen Blick darauf erhaschen konnte.

* Und bei Euch so???

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Die Töchnök, die Töchnök!!

September 22, 2009 · 8 Kommentare

Ich sitze hier und neben mir stehen zwei externe Festplatten mit allerfeinstem, hochspannenden Filmmaterial von unserem Krippen-Sprachförderungsprojekt Ich würd’s ja so gerne herzeigen, das ist so spannend ich würd ja gerne, aber ich DARF nicht!!! So andere Leute Kinder im Web usw. – ich darf einfach nicht… Dieses allerfeinste Filmmaterial wurde im August von mir und der allerliebsten Kollegin etwas vorbearbeitet, mit dem Ergebnis, dass jetzt das totale Chaos herrscht: Da wurde hier mal von mir auf der einen Festplatte geschnipselt, da wurde dort auf der anderen Festplatte von der allerliebsten Kollegin geschnipselt, da wurde wiederum hier das allerneueste Filmchen überspielt, da gibt es aber für jedes Filmchen (wohlgemerkt einmal ursprünglicher Film und einmal die bearbeitete Version!) alleine schon insgesamt drei verschiedene Dateitypen (wohlgemerkt im günstigsten Falle, also wenn beim Bearbeiten alles richtig gemacht wurde!) usw. usf. – da kenne sich noch jemand aus!

Meine Aufgabe daher: Die Festplatten synchronisiern. Auf beiden soll bitteschön zweimal das gleiche drauf sein, so dass jeder zu jeder Zeit jede Festplatte benutzen kann. Klingt einfach, ist es aber nicht. Nicht bei diesem unserem Chaos.

Doch heute, als ich die Festplatten abholte, da schlich sich so ein Gedanke in mein Hirn, mich dünkt nämlich, dass der liebste Bruder mal etwas von einem Programm erzählt hätte, mit dem man Speichermedien synchronisieren kann. Leider kann ich den liebsten Bruder erst wieder Mitte nächster Woche fragen, der paddelt momentan auf einem Surfbrett irgendwo vor der Küste Frankreichs im Atlantik. Deshalb – meine letzte Rettung – frage ich das www die allwissende Leserschaft: Gibt es sowas? Gibt es ein Programm, mit dem man zwei Speichermedien synchronisieren kann? Wo? Wie? Was? Und warum??? Alle Infos bittedanke zu mir!

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Promi-Blog

September 19, 2009 · 2 Kommentare

Wenn mir eine Sache wirklich auf die Nerven geht, dann ist es die, dass inzwische jeder, aber auch wirklich jeder Promi, bevorzugt die der Kategorie B, C und Y einen Blog sein eigen nennt. Diese Blogs, gerne auch im Fernsehen beworben, dienen dann lediglich der Selbstbeweihräucherung und zum Pseudo-Entertainment. Entweder es gibt alle paar Monate mal einen unwillig hingeschmierten Beitrag inklusive einer Entschuldigung und unglaubwürdiger Beteuerung, dass man ja so gestresst wäre, oder es gibt ständig Beiträge, die dann aber nur dazu dienen, das neue Album, die neue Show oder irgendwelche sonstigen Wichtigkeiten des Möchtegern-Starlets anzukündigen. Jedenfalls hab ich bis heute keinen Promi-Blog gefunden, bei dem ein echtes Interesse am Austausch erkennbar wäre und finde diese ganze Internetpräsenz von Promis, egal ob bei Facebook, Twitter oder im Blogoversum daher ziemlich scheinheilig und unnötig und Promi-Blogs deshalb eine echte Seuche. Aber was will man auch anderes erwarten?

Eine kleine Ausnahme bildet da der Blog von Frau Kallwass, man mag von ihr halten was man will, aber ich schau da gerne ab und zu rein. Sie schreibt manchmal sehr interessante Gedanken.

All der Rest darf allerdings von mir aus gerne wieder in den Untiefen des Internets verschwinden.

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Wie kann das sein?

September 17, 2009 · 6 Kommentare

Als ich im Urlaub war, hatte ich ja ein gesperrtes E-Mail-Postfach. Nach etlichen Telefonaten mit der sauteuren Kundenhotline war das dann wieder entsperrt und mir wurde gesagt, dass ich (angeblich, ich glaub bis heute nicht daran) von einem virenverseuchten Computer auf mein Postfach zugegriffen habe, worauf irgendjemand sich Zugriff zu meinen Account verschafft hat und tausende, abertausende Spammails verschickt hat. Deshalb wurde mein Account gesperrt. Wurde mir so erklärt.

Also kam ich wieder nach Hause und machte mich schnellstens daran, erstens meinen Virenschutz upzudaten (obwohl der eigentlich voll okay ist) und zweitens mir ein neues Passwort zu machen. Inzwischen hatte ich nämlich auch durch Zufall erfahren, dass mein altes Passwort frei im Internet herumspuckte, wer meine Email-Adresse googelt, findet es sofort auf den ersten Blick. Eine riesengroße Sauerei war das und eine elende Arbeit, die rund 1700 Spammails zu löschen, aber damit wäre die Sache dann erledigt. Dachte ich.

Bis heute.

Gerade eben wollte ich nur mal schnell zwischen Abendbrot und Fernsehn schauen, ob Post gekommen ist, da hatte ich schon wieder ein gesperrtes E-Mail-Postfach. Ein (mal wieder sauteurer) Anruf beim Kundenservice ergab: Angeblich haben diese Spam-Programme, die letztes Mal mein Postfach geknackt haben, sich meine Emailadresse gemerkt (angeblich zumal sie auch meinen kompletten Namen enthält) und können jetzt trotzdem Viagra-Emails mit meinem Absender versenden, sogar ohne dass sie an mein Postfach gehen. Weil es automatische sogenannte Roboter-Programme sind. So ist das jetzt, jedenfalls soweit ich das verstanden habe, ohne Gewähr auf Korrektheit. Daher kann es ab jetzt gut passieren, dass alle zwei Wochen immer mal wieder zwischendurch mein Postfach gesperrt wird. Ich könne dann einfach anrufen oder eine Email an den Kundenservice schicken (das ist immerhin billiger, aber auch genauso schnell?????), dann wird das wieder entsperrt. Und nein, da kann man leider nichts tun, sind ja Roboter-Programme.

Find ich klasse, wirklich, echt und richtig klasse. Soviel zum Thema Sicherheit. Noch klasserer find ich das, weil ich mich ja momentan bewerbe und den leisen Verdacht habe, dass ich auch keine E-Mails empfangen kann, während das Konto gesperrt ist. Beweisen kann ich es nicht, aber der Verdacht drängt sich auf.

Wirklich toll. Und so genau zum richtigen Zeitpunkt

Verdammte Arschlöcher!

Ich weiss, ich sollte mir eigentlich eine neue E-Mail-Adresse zulegen, aber ich find das scheisse. Ich benutz meine private Adresse seit fast 10 Jahren, u.a. hab ich mein komplettes Adressbuch dort und bin so sehr daran gewohnt, dass ich mich nicht davon trennen mag. Und ich hasse Abschiede allgemein. Tja, und eigentlich war ich auch bisher immer zufrieden mit dem Anbieter, in Punkto Übersichtlichkeit, Benutzerfreundlichkeit und so.

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Grusel statt Comedy

September 14, 2009 · 2 Kommentare

Als ich gestern das gruselige Comedy-Wahlshow-Programm auf allen Sendern umgehen und mir zum Sonntag abend endlich mal wieder einen guten Tatort ansehen wollte, da bin ich natürlich ausgerechnet auf die beiden gruseligsten Tatorte, die ich in meinem Leben bisher gesehen habe, gestossen (auf RBB 20.15 Uhr und EinsFestival 21.45(?) Uhr). Mord mit der Axt, Mord mit Moorleiche, Familiendramen mit sämtlichen Gruselfaktoren, die wo überhaupt gehen, tiefschürfende Einblicke in die Berliner Kanalisation, es war praktisch nichts ausgelassen. Die Bilder von Berlin (von oben) zu Beginn des zweiten Tatorts „Oben und unten“ waren eigentlich ziemlich hübsch, von mir aus hätte man gar nicht mehr in den Untergrund gehen müssen. Verursacht bei mir eher so klaustrophobische Anwandelungen.

Nun ja, so kann es kommen. Und danach im Dunkeln an einer Baugrube vorbei nach Hause gehen.

Na danke auch.

Allerdings, ich rätsele gerade, ob die gegenseitige Beweihräucherung bei dem „TV Duell“ nicht noch gruseliger war. :D

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Übergang

September 13, 2009 · 14 Kommentare

Ich hasse Übergangsjahreszeiten. Nach einem heißen Sommer denkt sich wahrscheinlich so mancher Oh wie angenehm, etwas Abkühlung, nicht mehr so viel schwitzen, aber bei mir beginnt dann erst die wahre schweißtreibende Jahreszeit. Ich schwitze im Sommer nicht wirklich viel naja, das kann bei diesem verregneten Sommer wohl jeder sagen, ausser es ist so richtig ekelhaft klebrig-schwül. Ich hätte auch in den letzten Wochen durchaus ein T-Shirt zwei Tage lang anziehen können, die waren nach einem Tag meistens noch völlig ok und geruchsfrei, sowas mach ich aber trotzdem prinzipiell eher selten. So, und seit genau einer Woche könnte ich wieder nach gerade einmal einem halben Tag schon wieder das Shirt wechseln. Ich komme mir vor wie eine Frau in den Wechseljahren. Zu warm, zu kalt, sobald die Sonne weg ist, muss man eine Jacke anziehen, fährt man aber mit dem Fahrrad zur Uni oder zur Arbeit, ist sofort beim ersten Anstieg das T-Shirt wieder durchgeschwitzt.

Und jetzt sitze ich hier, nach einem schönen Nachmittag draußen im Wollmantel und mir ist heiß und kalt gleichzeitig. Der Kopf ist heiß, der Rest des Körpers, allen voran Hände und Füße sind bald abgestorben kalt.<Willkommen im schönen goldenen Herbst!

(Sie merken schon, hier genauso wehmütig wie hier auch, ich hab’s auch nicht so mit Abschieden. Jetzt ist der Traum wahrgeworden, so ein Mist aber auch.)

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Für Frau Agi

September 7, 2009 · 5 Kommentare

Ich empfehle dringend, den nächsten Familienurlaub nach Holland zu verlegen. Das hier müsste Ihnen doch sehr gefallen, liebste Frau Agi, oder?

Das gibt es dort an jeder Ecke, ich hab u.a. auch gepunktete Bikinis und Flipflops gesehen.

Und warum hab ich mir eigentlich neulich hier in München einen Wolf gesucht, um wenigstens irgendetwas gepunktetes für Ihr Paket zu finden??? Hätt ich DAS mal gewusst!

Kategorien: Frau Ansku · reisereise
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Für Frau Kassiopeia

September 7, 2009 · 6 Kommentare

für Ihre Sammlung, das Modell bürgerlich-elegant. ;)

(Nein, das ist nicht die Wohnung einer der Bloggerinnen bei denen ich war!)

Kategorien: reisereise · siehtsoaus
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Sehtest

August 24, 2009 · 4 Kommentare

Diese Sehtests beim Augenarzt sind meiner Meinung nach nicht wirklich objektiv. Ich z.B. sehe mit dem rechten Auge bedeutend besser als mit dem linken Auge. Wenn wir also mit dem rechten Auge anfangen und beim zweiten Bildschirm bis zur Mitte kommen (jawoll, ich Blindschleiche!), dann ist selbst mein absolut unmathematisches Gehirn in der Lage, sich beispielsweise die Zahlenfolge 0 2 4 6 zu merken. Zumindest für die zwei Minuten bis wir das Ganze mit dem linken Auge wiederholen. Ehrlich: Ich bemühe mich sehr nicht zu schummeln und ich sag nur die Zahlen, die ich wirklich also solche erkenne. Aber es ist einfach und unverrückbar trotzdem etwas anderes, wenn man weiß, was kommt und dann halbbewusst oder bewusst versucht, in der verschwommenen Masse genau eine 2 zu erkennen, als wenn man nichts weiss und wirklich erkennen muss, ob es sich nun um eine 2 oder womöglich doch  eine 7 handelt. Ich fordere Sehtests mit unterschiedlichen Nummernfolgen für beide Augen! Das ist doch Beschiss bescheuert!

Dann brauch ich mich auch nicht mehr wundern, warum ich ständig das Gefühl habe, schlechter zu sehen und die Ärztinnen da in der Praxis mir immer mit strahlendem Lächeln verkünden, es sei alles aaaaabsolut gleich geblieben – oder sogar noch etwas besser gewroden, wie heute. Wer’s glaubt, wird selig (und ich geh demnächst nochmal zu meinem Optiker).

Kategorien: Allgemeines
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Graues Mäuschen

August 20, 2009 · 10 Kommentare

Oftmals hört man: Schwarz ist keine Farbe und obwohl in meinem Kleiderschrank nicht übermäßig viel Schwarz zu finden ist, finde ich diese „Farbe“ eigentlich noch ganz okay, für bestimmte Anlässe und bestimmte Typen durchaus passend. Für mich dagegen gilt der feste Grundsatz: Grau ist keine Farbe!

Grau assoziiere ich mit Dreck, Staub oder wahlweise auch mit „graues Mäuschen“. Besonders dieses hellgrau, das sieht immer irgendwie alt, dreckig und verwaschen aus. Und dennoch scheint das dieses Jahr mal wieder der größte Modetrend zu sein. Wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich so viele Frauen, die Grau tragen, zur Zeit wieder bevorzugt diese tunikaartigen kurzen Kleidchen. Nur: Die Farbe steht ihnen nicht, die Farbe Grau teht vielleicht 1% aller Frauen. Liebe graue Mäuschen Modepüppchen, merkt Ihr das denn nicht?

Das Irritierendste daran finde ich, wenn Freunde von mir Grau tragen, die ich absolut nicht mit dem Begriff „Graues Mäuschen“ in Verbindung bringen würde, sondern eher mit dem Gegenteil. Es sind junge aktive lebensfrohe Frauen, die sich als graues Mäushen und Aschenputtel verkleiden. Ich bin dann immer sehr verwirrt, weil die Kleidung so einen gänzlich anderes Bild überträgt als die Person eigentlich ausstrahlt.

Ich hoffe, es fühlt sich jetzt keiner aus der werten Leserschaft angesprochen bzw. auf sein graues Tunikakleidschen getreten, ich kenne Eure Kleiderschränke ja nicht. ;)

Kategorien: Aspekt
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WAAAAH!

August 14, 2009 · 3 Kommentare

Große Auf regung in der Casa Ansku: Da wollte ich gerade zum Ende der Woche gebührend eine kleines BlogoJubiläum begehen und die zwanzigste Episode Unnützes Wissen veröffentlichen, aber leider ist meine „Bibel“, das Heftchen mit all dem unnützen Wissen unauffindbar verschwunden, schon seit Tagen. Eine Katastrophe, blogtechnsich gesehen.

Ich glaube, ich hab es bei der letzten größeren Aufräumaktion hier „aufgeräumt“…

Merke: Man frau hausfrau sollte niemals, wirklich nie ernsthaft das Vorhaben verfolgen, aufzuräumen. Bringt ap.so.lut nichts.

(Ich könnte ein paar gedrückte Daumen gebrauchen und Tipps für mögliche Fundorte werden ebenfalls gerne entgegengenommen. Ich bin dann mal Suchen.)

Kategorien: Blogdings
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Bad hair week

August 10, 2009 · 3 Kommentare

Auf meinen Kopf ist nur noch ausgeblichenes, filziges, lebloses Stroh und ich wollte schon seit mindestens zwei einer Woche zum Friseur gehen, aber: Isch darf nisch! Meinen beiden lieben Komilitoninnen ver…, nein der Mondkalender! verbietet es mir. Nicht dass ich an sowas glauben würde, aber manchmal eben doch ein bisschen und so muss ich NOCH! eine Woche warten und meine ausgewachsenen Strähnen hier bewundern und abgebrochene Spitzen verstecken bändigen, bis ich am 19./20.8. endlich! zum Friseur „darf“. Da ist Löwemond und Löwemond ist sehr gut für „Ich hab die Haare schön!“, ein Fischmond dagegen gibt bad hair garantiert!

Deshalb, liebe Menschen in meinem Umfeld, bitte sehen Sie diese Woche nicht auf meine Haare, sondern auf das fröhliche Gesicht, welches direkt darunter lacht. :) Danke!

(Gnaaaah! Warum mach ich so’n Scheiß auch mit?)

Kategorien: Frau Ansku
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Geschützt: self-marketing

Juli 20, 2009 · Geben Sie Ihr Passwort ein, um Kommentare lesen zu können.

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Bun.te

Juli 19, 2009 · 2 Kommentare

Liebe Bunte-Redakteure,

heute beim Frühstück hatte ich endlich einmal wieder Zeit, mich ausgiebig in Eure amüsantes Klatsch- und Tratschblättchen zu vertiefen. Aber ich muss mich doch etwas wundern!

Babygerüchte bei Promis gaben ja schon eh und je immer gutes Futter für die Knallpresse ab, aber findet Ihr es nicht ein wenig verwegen übertrieben, geradezu inflationär unter jedes zweite Bild eines weiblichen Wesens mit weitem Oberteil zu schreiben „Ob sich darunter wohl ein Bäuchlein verbirgt?“

Liebe, sehr verehrte Bunte-Redakteure, ich glaube eher nicht, dass sich hier (und anderswo auch) gerade ein neuer, in seinen Ausmassen unabsehbarer Baby-Boom ankündigt, denn – mal ehrlich gesagt – mit der momentanen Mode, also mit diesen Tuniken und was da noch so alles weht und flattert, schaut einfach irgendwie (fast) JEDE Frau schwanger aus. Ich auch. Aber leider merken das nicht alle Frauen.

Also alles nur eine Modeerscheinung. Kein Grund zur Panik. 8) :D

Aufklärungsunterricht von und mit Frau Ansku, sehr gerne geschehen und stets immer doch zu Ihrer Verfügung, sollten sie noch Fragen haben. Macht bitte danke 250 Euro plus Spesen, zu überweisen direkt auf mein Konto.

(Sehr amüsant fand ich übrigens auch die Meldung in den Herzblattgeschichten der F.A.S. von heute morgen, dass Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer „ganz heimlich“ geheiratet haben, aber auch wieder nicht SO heimlich, als dass BUN.TE nicht exklusiv dabei gewesen wäre und Unmengen von Photos abdrucken durfte. Toll, alleine schon die Formulierung!  :D )

Danke. Bitte.

Kategorien: Frau Ansku
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Primitive oder was?

Juli 8, 2009 · 3 Kommentare

Wenn ich mir ein Buch über die Psychologie der Sprache ausleihe, weil ich hoffe, darin etwas über Sprachtabu zu finden und dann auf so Kapitel wie „Die Sprache der Primitiven“ (= Indianersprachen und dergleichen) finde, dann führt das dazu, dass ich das Buch postwendend in die Staatsbibliothek zurückbringen muss. Daran ändert sich auch nichts, wenn noch ein ausführliches, interessantes Kapitel über die Sprachentwicklung bei Kindern, welches auf den ersten Blick ganz gut geschrieben scheint, in dem Buch zu finden ist.

(Allerdings muss ich erwähnen, dass das Buch mindestens 40 Jahre alt ist.)

Kategorien: Sprach(e)verrückt
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Fragen, die die Welt Ansku bewegen (6)

Juli 5, 2009 · 8 Kommentare

* Was tun, wenn ein Blogeintrag von mir (zwar nur auszugsweise) ohne Erlaubnis kopiert und in einem anderen Blog veröffentlicht wurde – intelligenterweise auch noch mit Verlinkung? Was tun, wenn es keine Emailadresse gibt und der Betreiber des Blogs auf Kommentare mit der Bitte das zu löschen, nicht reagiert? Ich setze jetzt hier absichtlich keine Verlinkung, don’t feed the trolls!
* Wie macht man es, dass die Anschlüsse vom Bus zur U-Bahn unter der Woche, wenn sehr viele Buslinien an der U-Bahnstation vorbeifahren und alles genau koordiiniert werden muss und sehr viel los ist, blendend funktionieren, und dass aber dann genau Samstag um sieben Uhr in der früh (als ich letztens zum Institutsausflug wollte) und Sonntag nachmittag (heute), wenn die Busse nur in 10- oder 20-Min-Takt fahren und überhaupt sowieso nichts los ist, dass dann die U-Bahn genau weg ist, wenn der Bus an der Haltestelle ankommt. Ich bin sicher, das erfordert sehr großes Planungsgeschick, liebe Fahrplanplaner, nur könntet Ihr daran trotzdem mal was ändern??
* Ich mit mehreren Kollegen bin Freitag bei einer türkischen Kollegin zum Essen eingeladen. Den Berichten von früheren Essenseinladungen zufolge, wird man dort erst wieder aus der Wohnung gelassen, wenn man zur Tür hinaus ROLLT. Nun frage ich mich: Wieviele Tage vorher macht es Sinn, anzufangen zu fasten, damit ich möglichst viel Essen in mich hineinstopfen kann den Abend überlebe. ;)
* Was macht mehr Sinn? Zuerst das Bad komplett putzen und dann die Frau Ansku „putzen“ (bzw. duschen) oder zuerst die Frau Ansku „putzen“ und dann hinterher das Bad putzen. Feststeht: Eine(s) von beiden wird bis zum Ende eh wieder dreckig resp. verschwitzt! :lol:

Kategorien: Allgemeines
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Mein Schatten und ich

Juli 1, 2009 · 1 Kommentar

Vor ein paar Wochen war ich auf einem Vortrag über den Schatten. Ich fand das eigentlich sehr logisch und erhellend, in vielen Punkten aber nicht unbedingt neu für mich, was beispielsweise bestimmte Denkweisen angeht. Aber egal, kurz zusammen gefasst:

Der Schatten eines jeden Menschen ist genau das, was man nicht und niemals nimmer sein möchte. Das, was nicht sein „darf“. Das, was verdrängt wird (das ist dann der dunkle Schatten). Das, was man an anderen Menschen immer „gaaanz schröckelisch“ findet, das was so richtig nervt. Das, wofür man sich schämt, was peinlich ist und was man daher gerne vor der Außenwelt gerne und möglichst vollständig verbergen möchte.

Unseren Schatten begegnen wir beinahe täglich, entweder in uns selber, in denjenigen Eigenschaften, die wir an uns nicht so sehr mögen und die wir versuchen, vor anderen zu verbergen: „Das ist mir jetzt aber peinlich.“ Das sind die Teile von uns, die von unserem Idealbild unserer selbst abweichen und die wir daher am liebsten „wegmachen“ würden, z.B. Ungeduld, Faulheit, Ziellosigkeit. Andererseits kann unser Schatten auch aus nicht ausgelebten Talenten, Träumen und Fähigkeiten bestehen, das also, was wir an anderen Menschen nahezu grenzenlos bewundern. Oder wir begegnen unserem Schatten in anderen Menschen, denn häufig sind es genau die Eigenschaften an anderen Menschen, die uns so sehr stören, die wir an anderen und aber auch auch für uns selber komplett ablehnen (kommt sehr häufig bei Mutter-Tochter-Beziehungen vor – und ich spreche da aus Erfahrung!!!) und die wir irgendwann dann doch zu unserem großen Entsetzen an uns selber feststellen müssen: „Oh, da bin ich ja irgendwie doch auch so.“ Der Schatten kann auch umgekehrt das sein, was wir an anderen kritisieren, aber wovon wir eigentlich für uns selber ein bisschen mehr wünschen. Ein Beispiel: Den Kollege in der Firma, der uns tierisch nervt, weil er sich immer in den Mittelpunkt drängt, weil er ständig alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, den beneiden wir vielleicht insgeheim ein bisschen, weil er so unglaublich leicht Kontakte knüpft, während es uns selber so unglaublich schwer fällt, auf einer Party aus unserer Ecke herauszukriechen.

Im Leben eines Menschen gibt es verschiedene Arten von Schatten, einmal die gesellschaftlich kreeierten Schatten, das sind Abweichungen vom gesellschaftlich angesehenen Ideal, also gesellschaftlich konventionalisierte Feindbilder, z.B. „Oh die Amerikaner, also die Amis, die sind ja sooo schrecklich oberflächlich…“ Zur Nazi-Zeit waren das dann natürlich die Juden usw. Es gibt einen gemeinsamen Konsens, das man bitte SO! niemals nie und unter keinen Umständen sein möchte oder sein darf. Ein Schatten kann aber auch in der eigenen Familie erzeugt sein, z.B. eine Familie, die stets auf Leistung orientiert ist und in der so etwas wie laissez-faire und Untätigkeit oder sogar Faulheit „verboten“ ist, wird ein vermeintlich „faules“ Familienmitglied, das keine entsprechende Leistung bringt, immer missbilligend ansehen. Ähnlich funktionieren auch persönliche Schatten, das sind dann die Abweichungen von unserer Idealvorstellung unserer selbst. Viele Schatten werden vor allem in der Kindheit geprägt, das sei jetzt einmal ganz wertfrei gesagt. Es liegt schlicht und einfach daran, dass Kinder grundsätzlich sehr viel tun, um den Eltern/ Bezugspersonen zu „gefallen“, um so zu sein, wie es von ihnen erwartet wird.

Die Orte, wo wir unseren Schatten begegnen, sind sehr zahlreich. Er äußert sich z.B. gesellschaftlich in Witzen über bestimmte Personengruppen (z.B. „die geizigen Schwaben“), allgemeinen Abneigungen gegenüber Menschen, Impulshandlungen wie z.B. Freud’schen Versprechern; Träumen, aber auch manifestiert und „zelebriert“ in Horrorfilmen, PC-Spielen. Er kann sich äußern in Schuld- und Schamgefühlen, in Religion und Spiritualität und in selbstauferlegten Verhaltenskodexen. Und letztendlich auch in Beziehungen wie auch der Beziehung zu unserem eigenen Körper.

Und noch etwas besonderes hat es mit dieser Schattengeschichte auf sich: Je mehr wir den Schatten bekämpfen, desto größer wird er. Je ungeduldeter eine Sache ist, desto mehr wird sie zum Problem, denn sie war ja von Anfang an ungeliebt und ungeduldet und nicht erwünscht. Und je mehr man diese Sache bekämpft, desto ungeliebter und ungeduldeter wird sie und desto mehr bauscht sie sich auf. Das einfach „wegmachen“ zu wollen funktioniert nicht, demnach bleibt nur, sich mit dem Schatten anzufreunden und ihn als Teil von sich selbst zu akzeptieren. Und plötzlich ist diese „böse Sache“ gar nicht mehr so böse und der Schatten gar nicht mehr so bedrohlich und beängstigend.

Seit ich also um diesen meinen Schatten weiss, nehme ich ihn auch bewusster wahr. Das finde ich an sich nichts Schlechtes. Nur leider hilft wahrnehmen nicht wirklich dabei, den Schatten zu überwinden. Und mein Schatten ist groß zur Zeit, sehr groß. Ich fühle mich ausgelaugt und erschöpft von dieser ständigen Wartestellung, daher wohl habe ich das Gefühl, meinem Schatten täglich mehrmals und an allen möglichen Orten zu begegnen. Ständig und in allen möglichen Situationen treffe ich wieder auf diese Anteile von mir, die ich allzu gerne einfach nicht-existent wissen würde: Ich bin extrömst unsicher. Ich bin eifersüchtig wie ich es noch NIE in meinem Leben von mir kannte. Ich bin ungeduldig, ich bin schüchtern, ich bin unentschlossen, ich bin wirr, ich bin ziellos, ich bin verschlossen… all diese Eigenschaften die man, frau und ich schon gleich ma gar nöcht!! an sich haben möchte und das macht mich alles gleich schon wieder ganz wahnsinnig und ach überhaupt…

Die Erkenntnis, das Wissen um diese Zusammenhänge und die daraus resultierende Fähigkeit, einfach sagen zu können „Ach, hi Schatten. Nice to see you. Wie geht’s denn, alter Haudegen? Bist ja immer noch da! Solltest Du nicht längst weg sein?“ hat zwar irgendwie etwas Beruhigendes an sich, leider hilft es nicht wirklich „über meinen Schatten zu springen“ und dieses ganze blöde Schattengedöns einfach mal hinter sich zu lassen zu akzeptieren und einfach, frei und unbefangen in die Welt hinauszumarschieren. Aber leider hat „Wegmachen“/ „Weggucken“ ja keinen Sinn, also übe ich mich brav im Akzeptieren und glaube brav, dass wenn ich genug akzeptiert habe, sich alles auch irgendwann einmal bald wieder ändern wird und dass der Schatten wieder ganz klein und zahm wird. Oder so ähnlich.

Der kleine Haken an der Sache: Leider ist es eine der schwersten Dinge im Leben, sich selbst zu akzeptieren, so wie man ist, mit allen Ecken und Kanten. Und Schatten.

So unglaublich schwer.

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