Wie ich schon berichtet hatte, dieser ereignisreiche Tage war noch nicht vorbei. Das Wetter war vormittags immer noch etwas unangenehm, grau, ab und zu etwas Regen und so ganz und gar nicht das Urlaubswetter, das ich mir vorgestellt hatte! Ich war schon etwas traurig und missmutig deswegen und hätte mich nach der Tour zum Castelo beinahe ins nächste Shoppingzentrum verkrümelt, aber die liebste Gastgeberin redete mir per SMS sehr gut zu, es doch einmal mit dem ursprünglich geplanten Strandbesuch zu versuchen. Das tat ich dann auch und siehe da, als ich nach einer ca. 20 minütigen Bahnfahrt aus dem Zug ausstieg, riss gleichzeitig auch der Himmel auf und ich machte mich auf den Weg durch den kleinen, schicken Touristen-Vorort Cascais zum Boca do Inferno.
Cascais selber ist sehr hübsch, aber eben auch sehr touristisch. Es gibt eine kleine Shoppingmeile, viele viele teure Cafés und Bars mit Meeresblick und original deutsches Fachwerk.
Von der Shoppingmeile lief ich vor zum Yacht-Club, sowas darf wohl in so einem Ort auch nicht fehlen.
Beim Hafen gab es auch eine kleine Burg. Und nach der Burg und einigen hübschen idyllisch gelegenen Villen, ging man auf einer schier endlos langen Strandpromenade bis fast raus aus dem Ort…
Inzwischen klarte auch der Himmel auf, der Blick auf das Wasser war jetzt frei und die Sonne spielte wunderschönst mit dem Ozean.
Aber wo ist das Boca so Inferno? Ich laufe und laufe immer weiter, bis ich plötzlich an eine kleine Bucht komme:
[KLICK MICH!]
Hach, ist das schön! Zwei ganze Stunden saß ich hier und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Auf eine gewisse Art hat mich diese Bucht total berührt, mich geerdet und zur Ruhe kommen lassen. Tief unter mir peitschte die Brandung an die Felsen und ich schaute auf die tiefen Furchen und überlegte mir, wie viele Jahrhunderte es wohl gedauert haben musste, diese in die Felsen zu meißeln.
Irgendwann aber musste ich mich wohl oder übel auf den Rückweg machen, die Sonne neigte sich bereits allmâhlich gen Horizont. Immerhin, ich konnte noch einen tollen Blick auf Cascais im Abendlicht erhaschen.
Das war ein perfekter Nachmittag und hat so unglaublich gut getan!

Ich fuhr dann mit dem Zug wieder nach Lissabon zurück und lief noch in der einsetzenden Dämmerung am Fluss entlang nach Hause. Die entzückenden Kinderlein waren beim Vater und daher hatten die Gastgeberin und ich endlich einmal ausgiebig und.. ähm, ja, auch sehr lange… Zeit uns zu unterhalten und ich, um Postkarten zu schreiben. An diesem Tag bin ich viel gelaufen und war dann dementsprechend doch ganz schön müde, aber wunderschön war es!
Morgen sind wir schon beim letzten Tag, oh wie schade. Aber es wird noch einmal spannend und es gibt eine große Geburtstags-Sushi-Abschiedsparty. Kommen Sie mit?
Stay tuned und stay gespannt!
















und wohin fliegst du nächsten Monat und berichtest uns davon?
Ich ♥ deine Reiseberichte
Siehe Reisebericht Tag 6 und 7.
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