Verfasst von: Ansku Am: September 6, 2008
Reinkarnation is wirklich mal richtig bescheuert! Da wird man nur wegen so ein bisschen blödem Karma gleich von einer herabstürzenden Weltraumtoilette aus der ISS erschlagen und wird als Ameise wiedergeboren. Und wenn man dann gerne ein bisschen gutes Karma sammeln möchte, um wieder als Mensch auf diese Welt zu kommen, dann ist das nicht so wirklich einfach, denn wie bitte will man in einem Ameisenhaufen gutes Karma zu sammeln. So eine klitzekleine Ameise, die soll Gutes tun und positiv und selbstlos auf die Umwelt einwirken, aber direkt daneben die Ameisenkönigin, ein solches Musterbeispiel an Selbstlosigkeit, dass sie vor der drohenden Überflutung des Ameisenhaufens mit ihren sämtlichen Liebhabern flüchtet, aber das restliche Ameisenvolk kann gerne mal eben untergehen? Kann mir das mal jemand erklären, was daran gutes Karma sein soll? Aber dafür wird man halt von einem Menschen mitverspeist, und weil man ja in diesem kurzen Leben keine Zeit hatte, Karmapunkte zu sammeln, auch gleich nochmal als Ameise wiedergeboren. Nullrunde, alles nochmal von vorne, alle nochmal an den Start. Kann man es damit als Segen betrachten, wenn man irgendwann nach langem, mühvollem Karma-Punkte-Sammeln als Meerschweinchen wiedergeboren wird? Oder als Kater? Fragen über Fragen. Und dann auch noch dieses Großmaul von Buddha, mit dem man sich bei jeder Inkarnation von neuem herumschlagen muss…
Ich kann jedenfalls jetzt kein Fleisch mehr essen, weil ich Angst habe, dass es ein wiedergeborener Kaiser Ludwig der II sein könnte und ich womöglich als Strafe für meine Fress- und Selbstsucht dann als Darmbakterie wiedergeboren werde, aber trotzdem empfehle ich sehr, dieses Buch zu lesen.
September 17, 2009 um 8:35 nachmittags
[...] David Safiers Erstlingswerk „Mieses Karma“ wirklich eineingeschränkt empfehlen kann (und auch habe), hat mich der Nachfolger nicht so 100% von den Socken gehauen. Ich würde sagen „Jesus liebt [...]