Bewegtes und Bewegendes

Glennkill

Verfasst von: Ansku Am: Februar 25, 2008

Und noch eine wunderbare Ferienlektüre.

“Gestern war er noch gesund”, sagte Maude. Ihre Ohren zuckten nervös.
“Das sagt gar nichts”, entgegnete Sir Ritchfield, der älteste Widder der Herde, “er ist ja nicht an einer Krankheit gestorben. Spaten sind keine Krankheit.”

“Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.”

Ein tolles Buch voller witziger Momente und überraschender Wendungen, die ganze Geschichte ist also aus Schafsperspektive erzählt und daher unheimlich witzig. Das fängt beim Sprachwitz an und hört auf bei den aberkomischen Versuchen der Schafe, die Menschen mit ihrer eigenen Schafslogik und Schafsvorstellungen verstehen zu wollen. Jedes Schaf versucht dabei, seinem Charakter und seinen Fähigkeiten gemäss zur Lösung des Falls beizutragen. Miss Maple ist der denkende Kopf der Herde. Mopple the whale das verfressene Gedächtnisschaf, Othello der Welterfahrene und so weiter.

Komischerweise bin ich trotzdem schwer in die Handlung hineingekommen und stellenweise war ich etwas verwirrt, wer hier nun jetzt wer ist und wer jetzt eigentlich was wann wo wie gemacht hat, aber das kann auch an mangelnder Konzentration dem beginnenden “MagisterarbeitfrisstHirn”-Phänomen liegen. Aber besonders der Schluss war sehr spannend und das Ende äußerst versöhnlich. ;)

Gesamturteil: Dennoch und trotzdem und desdem uneingeschränkt lesensempfehlenswert!!!
“Das nächste Mal lese ich euch ‘Das Schweigen der Lämmer’ vor”, versprach sie. Dann erhob sie sich von den Stufen des Schäferwagens.
“Das Schweigen der Lämmer”. Es klang vielversprechend. Vor allem die Mutterschafe erhofften sich einiges von der Lektüre.
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3 Antworten zu "Glennkill"

Vieleicht lässt mich Blogspot ja heute den Kommentar schreiben ^^
Glennkill hab ich auch gelesen und fand es sooooooooooo süß. Die Schafe *quietsch* *knuddel*
Ich hab auch den Glennkill-Taschenkalender für dieses Jahr, mit Daumenkino, Schafhoroskopen (ich bin Schafschütze ^^ wie das Winterlamm :D ), den Lieblingsrezepten der Schafen und Zitaten aus dem Buch

Echt? Blogspot frisst jetzt auch Kommentare??? Wo hattest Du denn geschrieben?

Glennkill ist wirklich supersüß und jetzt bin ich neidisch, dass ich den Taschenkalender nicht habe. *schmoll*

Naja, ich hatte einen Tag vor dem Comment schon mal geschrieben, aber er wollte nicht :(
Evtl. lag es aber auch an unserer an diesem Tag wenig zuverlässigen Internetverbindung.

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